Sinn und Zweck des Korans
Vers 2: Er (der Koran) ist ein Buch, das zu dir ˹o Muhammad˺ herabgesandt wurde, daher sollst du seinetwegen ˹bei der Verkündung˺ nicht besorgt sein! Damit du mit ihm warnst, ˹wurde der Koran offenbart,˺ und als Ermahnung für die Gläubigen.
Vers 3: Befolgt, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt wurde, und folgt statt Ihm keinem einzigen Vertrauten! Wie wenig ihr euch doch erinnert!
Vernichtung früherer Völker
Vers 4: Und wie viele Orte haben Wir vernichtet! Da überkam ihn (den Ort) Unsere Gewalt nachts oder während sie mittags schliefen!
Vers 5: Das Einzige, was sie sagten, als sie Unsere Gewalt überkam, war: „Wir sind wahrhaftig Übertreter gewesen!“
Abrechnung im Jenseits
Vers 6: Und Wir werden ganz gewiss die befragen, zu denen ˹ein Prophet˺ entsandt wurde, und Wir werden auch die Gesandten befragen
Vers 7: und Wir werden ihnen gewiss alles auf Basis von Wissen berichten, und Wir waren nicht abwesend.
Vers 8: Und das wahre Maß wird an jenem Tag sein. Wessen Waagschalen an jenem Tag schwer wiegen, jene sind die Erfolgreichen.
Vers 9: Und wessen Waagschalen wenig wiegen, jene sind diejenigen, die ihre Seelen vergeudet haben, weil sie sich an Unseren Zeichen vergingen.
Erinnerung an Gottes Gnaden
Vers 10: Und Wir haben euch ganz gewiss Macht auf Erden gewährt und für euch auf ihr Mittel zum Leben geschaffen. Wie wenig ihr doch dankt!
Schöpfung Adams und der Protest des Satans
Vers 12: Er (Gott) sagte: „Was hielt dich eigentlich davon ab, dich niederzuwerfen, als Ich es dir befahl?“ Er (der Satan) antwortete: „Ich bin besser als er (Adam), Du hast mich schließlich aus Feuer erschaffen und ihn aus Lehm!“
Vers 13: Er sagte: „Dann geh hinab, aus ihm (dem Paradies) hinfort! Dort kannst du dich nicht mehr überheben! Hinweg mit dir, du gehörst gewiss zu den Erniedrigten!”
Vers 14: Er (der Satan) erwiderte: „Gib mir Aufschub bis zu dem Tag, an dem sie auferstehen werden!“
Vers 15: Er (Gott) antwortete: „Du sollst zu denjenigen gehören, denen Aufschub gewährt wird.“
Vers 16: Er (der Satan) sagte: „Du hast mich doch verführt, also werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern!
Vers 17: Dann werde ich sie von vorne und hinten und von links und rechts aufsuchen, sodass Du die meisten von ihnen nicht dankbar vorfinden wirst!“
Vers 18: Er sagte: „Hinaus mit dir aus ihm (dem Paradies) in Schmach und Schande! Doch wer dir von ihnen folgen sollte: Ich werde die Hölle gewiss mit euch allen füllen!”
Versuchung durch den verbotenen Baum
Vers 19: Und ˹du,˺ o Adam! Wohne du mit deiner Frau im Paradies und esst davon, wo ihr auch wollt! Aber nähert euch ja nicht diesem Baum, da ihr sonst zu den Übertretern gehört!
Vers 20: Da flüsterte der Satan beiden zu, um ihnen ihre Blöße zu zeigen, die ihnen verborgen war.3 Und er sagte: „Euer Herr hat euch nur verboten, von diesem Baum zu essen, dass ihr nicht Engel werdet oder zu den ewig Lebenden gehört.“
- 3 Dies kann bedeuten, dass sie sich ihrer Nacktheit bewusst wurden, oder dass ihnen die Paradieskleidung verwehrt wurde. ↩
Vers 21: Und er schwor ihnen: „Ich will euch doch nur Gutes raten!“
Vers 22: So verleitete er sie durch Täuschung. Als beide vom Baum kosteten, wurde ihnen ihre Blöße offenbar, und so fingen sie an, sich mit Blättern aus dem Paradies zu bedecken. Und ihr Herr rief sie: „Habe Ich euch beiden nicht jenen Baum verboten und euch gesagt, dass der Satan euch ein offensichtlicher Feind ist?“
Vers 23: Die beiden erwiderten: „Unser Herr, wir haben gegen uns gesündigt! Und wenn Du uns nicht vergibst und Dich unserer erbarmst, werden wir ganz gewiss Verlierer sein.“
Vers 24: Er sagte: „Geht hinab, ˹Mensch und Satan,˺ seid einander Feind! Und ihr habt auf der Erde einen Aufenthaltsort und Versorgung für eine Weile.“
Vers 25: Er sagte: „Auf ihr (der Erde) sollt ihr leben, in ihr sterben und aus ihr hervorgeholt werden.“
Gott versorgt den Menschen
Vers 26: O Kinder Adams! Wir haben euch bereits Kleidung herabgesandt, die eure Blöße bedeckt und als Schmuck dient. Und die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Jenes sind Zeichen Gottes, auf dass ihr wohl nachdenkt.
Vers 27: O Kinder Adams! Euch darf ja nicht der Satan so verführen, wie er einst eure Ahnen aus dem Paradies vertrieb und ihnen ihre Kleidung nahm, um ihnen ihre Blöße zu zeigen. Er und sein Stamm sehen euch gewiss dort, wo ihr sie nicht sehen könnt. Wir bestimmten gewiss die Satane als Nächste für diejenigen, die nicht glauben.
Festhalten an falschen Traditionen
Vers 28: Und wenn sie eine Schandtat begehen, sagen sie: „So haben wir es bei unseren Vorfahren gesehen und Gott hat uns dies geboten.“ Sag ˹ihnen˺: „Gott befiehlt doch keine Schandtat! Sagt ihr etwa über Gott Dinge, von denen ihr nichts wisst?“
Vers 29: Sag ˹ihnen˺: „Mein Herr gebietet die Gerechtigkeit.“ Und haltet eure Orientierung bei jedem Gebetsort aufrecht4 und ruft Ihn aufrichtig – für Ihn – in der Religion an! So wie Er euch einst erschuf, werdet ihr ˹im Jenseits˺ zurückkehren.
- 4 Dies kann das Einhalten der Gebetsrichtung oder das Reinhalten der Absicht bedeuten. ↩
Vers 30: Manche führte Er ˹zum Glauben˺ und andere verdienen den Irrweg. Sie machten die Satane zu ihren Nächsten, und nicht Gott; und dann glauben sie auch noch, sie wären rechtgeleitet!
Erlaubnis von Kleidung und Schmuck
Vers 31: O Kinder Adams! Nehmt eure schöne Kleidung für jeden Gebetsort und esst und trinkt, aber verschwendet nicht! Er mag die Verschwender gewiss nicht.
Vers 32: Sag: „Wer verbietet denn Gottes Schmuck, den Er für Seine Diener hervorbrachte, und die Versorgung mit guten Dingen?“ Sag: „Sie sind denen, die im Diesseits stets glauben, ausschließlich am Tag der Auferstehung vorbehalten.“ Und so verdeutlichen Wir die Zeichen für Leute, die Wissen haben.
Hauptkategorien der Verbote im Islam
Vers 33: Sag: „Verboten hat mein Herr nur die offensichtlichen und verborgenen Schandtaten, das Übel, den unrechtmäßigen Übergriff, dass ihr Gott ohne Seine Erlaubnis etwas zur Seite stellt und dass ihr über Gott irgendetwas ohne Wissen behauptet.“
Jede Lebenszeit ist bereits bestimmt
Vers 34: Für jede Gemeinschaft ist eine Lebenszeit bestimmt; doch wenn ihre Frist endet, können sie sie um keine Stunde aufschieben oder vorziehen.
Kernbotschaft aller Religionen
Vers 35: O Kinder Adams! Wenn euch Gesandte von euch aufsuchen, die euch von Meinen Zeichen berichten: Wer sich dann in Acht nimmt und rechtschaffen handelt, auf all jenen lastet weder Furcht noch werden sie trauern.
Vers 36: Und diejenigen, die Unsere Zeichen leugnen und sie überheblich ablehnen, sind die Hölleninsassen; sie sind ewig darin.
Tod der Leugner
Vers 37: Und wer ist übler als derjenige, der über Gott Lügen erfindet oder Seine Zeichen leugnet? Jenen wird ihr Anteil der Bestimmung zukommen,5 bis sie Unsere Gesandten (die Todesengel) aufsuchen und ihre Seelen entnehmen. Sie (die Engel) werden fragen: „Wo ist das, was ihr neben Gott angerufen habt?“ Sie (die Sterbenden) werden antworten: „Wir haben sie verloren!“ Und sie sagen gegen sich selbst aus, dass sie Leugner waren.
- 5 Dies bedeutet, dass sie genauso ihren Anteil an der bereits seit jeher bestimmten göttlichen Versorgung erhalten wie alle anderen Geschöpfe. ↩
Leugner betreten die Hölle
Vers 38: Er wird sagen: „Betretet mit Völkern, die bereits vor euch dahingeschieden sind, – Dschinn und Menschen – das Feuer!“ Jedes Mal, wenn eine Gruppe hineingeht, verflucht sie ihre Vorgänger.6 Sobald sie alle darin eingekehrt sind, wird die letzte von ihnen zur ersten sagen: „Unser Herr, jene haben uns vom Weg abgebracht, bestrafe sie daher doppelt mit dem Feuer!“ Er wird erwidern: „Jeder erhält sein Vielfaches, auch wenn ihr es nicht wisst!“
- 6 Sie verfluchen sie, weil sie ihren Vorgängern in einer Sünde oder im Aberglauben folgten. ↩
Vers 39: Und die erste Gruppe wird zur letzten sagen: „Ihr habt vor uns doch gar keinen Vorzug! Kostet also die Qual für das, was ihr erworben habt!“
Vers 40: Denen, die Unsere Zeichen leugnen und sie überheblich ablehnen, werden niemals die Himmelstore geöffnet und sie werden das Paradies erst betreten, wenn das Kamel durch ein Nadelöhr geht. Und so vergelten Wir es den Übeltätern.
Vers 41: Sie werden in der Hölle eine Wiege haben und über ihnen werden Hüllen sein. Und so vergelten Wir es den Übertretern.
Belohnung der Gläubigen
Vers 42: Und diejenigen, die stets glauben und Rechtschaffenes tun: Wir belasten keine Seele mehr, als sie es ertragen kann – jene sind die Paradiesbewohner, sie sind ewig darin.
Vers 43: Und Wir haben ihnen ˹im Paradies˺ den Hass entnommen, der in ihren Herzen war, unter ihnen fließen die Flüsse dahin. Und sie werden sagen: „Das Lob gebührt Gott, der uns zu dem hier geführt hat. Wir hätten gewiss den Weg nicht gefunden, wenn Gott uns nicht geführt hätte! Die Gesandten unseres Herrn sind wirklich mit der Wahrheit gekommen!“ Und ihnen wird zugerufen: „Jenes ist das Paradies, das ihr durch das geerbt habt, was ihr geleistet habt!“
Dialog zwischen Paradies- und Höllenbewohnern
Vers 44: Und die Paradiesbewohner werden die Hölleninsassen rufen: „Wir haben nun festgestellt, dass das, was uns unser Herr versprochen hat, wahr ist. Habt ihr jetzt auch festgestellt, dass das, was euch euer Herr versprochen hat, wahr ist?“ Sie werden es bejahen. Sogleich wird jemand beiden zurufen, dass Gottes Fluch auf den Übertretern liegt,
Vers 45: die von Gottes Weg abhalten, ihn entstellen wollen und Leugner des Jenseits sind.
Vers 46: Und zwischen beiden steht eine Scheidewand. Und auf den Anhöhen stehen Männer,7 die jeden einzelnen an seinen Zügen erkennen. Und sie werden den Paradiesbewohnern zurufen: „Friede sei mit euch!“, sie werden es noch nicht betreten haben, doch hoffen sie darauf.
- 7 Es handelt sich um Menschen, die zwar gläubig waren, aber große Sünden begingen. ↩
Vers 47: Wenn ihre Blicke hingegen zu den Hölleninsassen wandern, werden sie sagen: „Unser Herr, zähle uns nicht zum übertreterischen Volk!“
Leute der Anhöhen
Vers 49: Sind das etwa jene Leute, über die ihr einst geschworen habt, Gott würde ihnen keine Barmherzigkeit gewähren?“ – „Betretet also das Paradies, auf euch soll weder Furcht lasten, noch sollt ihr trauern!“
Hölleninsassen flehen die Paradiesbewohner an
Vers 50: Und die Hölleninsassen werden die Paradiesbewohner zurufen: „Ach gießt doch über uns Wasser herab oder etwas von dem, womit Gott euch versorgt hat!“ Sie werden antworten: „Gott hat dies gewiss den Glaubensleugnern verboten,
Vorzug des Korans und Verzweiflung der Leugner
Vers 52: Und Wir brachten ihnen schon ein Buch (den Koran), das Wir aufgrund von Wissen deutlich erklärt haben, es dient als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
Vers 53: Warten sie etwa nur auf seine Bestätigung? Am Tag ˹der Auferstehung˺, an dem seine Bestätigung kommt, werden diejenigen, die ihn zuvor vernachlässigten, sagen: „Die Gesandten unseres Herrn haben also doch die Wahrheit überbracht! Haben wir denn irgendwelche Fürsprecher, die für uns Fürsprache einlegen oder können wir zurückgeschickt werden, damit wir etwas anderes tun als das, was wir getan haben?“ Sie haben ihre Seelen vergeudet und sie haben verloren, was sie einst erlogen haben.
Gott herrscht absolut über Seine Schöpfung
Vers 54: Euer Herr ist wahrhaftig Gott, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, dann erhob Er sich über den Thron. Er lässt den Tag und die Nacht ineinander übergehen, sie verfolgen sich unermüdlich gegenseitig. Und die Sonne, der Mond und die Sterne unterstehen Seinem Befehl. Sind denn nicht die Schöpfung und die Herrschaft Seine Besonderheit? Voll Segen ist Gott, der Herr aller Dinge.
Aufforderung, Gott zu bitten
Vers 55: Bittet euren Herrn bescheiden und in der Stille, denn Er liebt gewiss nicht die Maßlosen.
Vers 56: Und richtet kein Unheil auf Erden an, nachdem auf ihr Ordnung herrschte,10 und bittet Ihn ängstlich und doch hoffend!11 Gottes Barmherzigkeit ist gewiss den Gütigen nahe.
- 10 Dies bedeutet: Stört die gottgewollte Ordnung nicht, nachdem die Propheten erklärt haben, welche Lebensweise korrekt ist. ↩
- 11 Der Gläubige lebt stets zwischen Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit und Angst vor Seiner Strafe. So kann er das Gleichgewicht halten und weder übermütig noch pessimistisch werden. ↩
Gleichnisse für die Auferstehung
Vers 57: Und Er ist es, der die Winde als Hoffnungsträger kurz vor Seiner Barmherzigkeit (dem Regen) losschickt. Wenn sie dann schwere Wolken auftürmen, senden Wir sie zu einem toten Land und lassen Wasser abregnen, mit dem Wir alle möglichen Früchte hervorbringen. So holen Wir die Toten ˹aus der Erde˺ heraus, auf dass ihr wohl nachdenkt.
Vers 58: Und das gute Land bringt sein Gewächs mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und das schlechte bringt nur Mickriges hervor. Und so legen Wir die Zeichen vielfältig für Leute dar, die dankbar sind.
Prophet Noah
Vers 59: Wir entsandten ganz gewiss Noah zu seinem Volk, er sagte: „O mein Volk! Verehrt Gott, ihr habt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn! Ich befürchte, euch wird die Qual eines überwältigenden Tages ereilen.“
Vers 60: Die in seinem Volk Angesehenen sagten: „Wir glauben, dass du deutlich auf dem Holzweg bist.“
Vers 61: Er erwiderte: „Mein Volk, ich bin keineswegs auf dem Holzweg, sondern ein vom Herrn der Geschöpfe Entsandter.
Vers 62: Ich überbringe euch die Botschaften meines Herrn, gebe euch aufrichtigen Rat und weiß Dinge von Gott, von denen ihr nichts wisst.
Vers 63: Verwundert es euch etwa, dass zu euch eine Erinnerung von eurem Herrn durch einen Mann von euch kommt, um euch zu warnen, damit ihr euch in Acht nehmt und euch wohl Erbarmen widerfährt?“
Vers 64: Doch sie leugneten ihn, woraufhin Wir ihn und die Seinen in der Arche retteten, und diejenigen, die Unsere Zeichen leugneten, ließen Wir ertrinken, denn sie waren gewiss verblendete Leute.
Prophet Hud und das Volk Ad
Vers 65: Und zu den Ad ˹entsandten Wir˺ ihren Bruder Hud.12 Er sagte: „O mein Volk! Verehrt Gott, ihr habt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn! Wollt ihr euch etwa nicht in Acht nehmen?“
- 12 Ad ist ein altarabisches Volk, das auf der Arabischen Halbinsel lebte. Hud war ein Prophet, der zu ihnen geschickt wurde. ↩
Vers 66: Die Vornehmen, die unter seinem Volk leugneten, sagten: „Wir meinen, dass du ganz gewiss unvernünftig bist, und wir glauben, dass du ganz sicher ein Lügner bist!“
Vers 67: Er entgegnete: „O mein Volk! Ich bin nicht unvernünftig, sondern ein vom Herrn der Geschöpfe Entsandter.
Vers 68: Ich überbringe euch die Botschaften meines Herrn und ich bin euch ein vertrauenswürdiger Ratgeber.
Vers 69: Verwundert es euch etwa, dass zu euch eine Erinnerung von eurem Herrn durch einen Mann von euch kommt, um euch zu warnen? Und denkt daran, als Er euch nach dem Volk Noahs zu Nachfolgern machte und euch größere Körper schuf! Denkt daher an Gottes Zeichen, auf dass ihr erfolgreich seid!“
Vers 70: Sie entgegneten: „Hast du uns etwa die Botschaft überbracht, dass wir Gott allein verehren und von dem ablassen sollen, was unsere Vorfahren angebetet haben? Bring doch das, womit du uns drohst, wenn du die Wahrheit sagst!“
Vers 71: Er (Hud) erwiderte: „Eurer hat sich bereits das Missfallen und der Zorn eures Herrn bemächtigt. Wollt ihr etwa mit mir über Bezeichnungen ˹für Götzen˺ streiten, die ihr und eure Vorfahren benannt habt und die Gott keineswegs genehmigt? Wartet nur! Auch ich werde mit euch abwarten.“
Vers 72: Dann retteten Wir ihn und die Seinen in Unserer Barmherzigkeit. Und Wir vernichteten diejenigen, die Unsere Zeichen leugneten, bis auf den Letzten. Und sie waren nicht gläubig.
Prophet Salih und das Volk Thamud
Vers 73: Und zu den Thamud ˹entsandten Wir˺ ihren Bruder Salih.13 Er sagte: „O mein Volk! Verehrt Gott, ihr habt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn! Euch ist ein klarer Beweis von eurem Herrn erschienen: Dies ist Gottes Kamelstute, sie ist ein Wunder für euch! Lasst sie daher auf Gottes Erde14 fressen und fügt ihr keinen Schaden zu, sonst wird euch eine schmerzvolle Qual treffen!“
- 13 Das Volk Thamud ist wie Ad ein altarabisches Volk, das im Norden der Arabischen Halbinsel lebte. Salih war ein Prophet, der zu ihnen geschickt wurde. ↩
- 14 Gott ließ als Wunder für das Volk Thamud eine Kamelstute aus einem Felsen hervorkommen. Sie wurde als „Kamelstute Gottes" bezeichnet, da Gott sie erschuf und ihr eine besondere Stellung gab. Das Volk wurde angewiesen, sie zu bewahren und ihr regelmäßig Zugang zur Quelle zu gewähren. Der Schlimmste unter ihnen zog jedoch los, schnitt ihr die Sehnen durch und tötete sie. ↩
Vers 74: Und denkt daran, als Er euch nach dem Volk Ad zu Nachfolgern machte und euch auf Erden sesshaft machte, ihr erbaut euch in ihren Ebenen Schlösser und meißelt aus den Bergen Häuser heraus. Denkt daher an Gottes Zeichen und richtet auf Erden nicht ständig Unheil an!
Vers 75: Die Elite in seinem Volk, die überheblich waren, sagten zu denen, die unterdrückt wurden, und zwar zu den Gläubigen unter ihnen: „Habt ihr gewusst, dass Salih von seinem Herrn entsandt wurde?“ Die Gläubigen antworteten: „Wir glauben fest an die Botschaft, mit der er entsandt wurde.“
Vers 76: Diejenigen, die überheblich waren, erwiderten: „Wir glauben ganz bestimmt nicht an das, woran ihr glaubt!“
Vers 77: Also schnitten sie (die Leugner) der Kamelstute die Beugesehnen durch und trotzten dem Gebot ihres Herrn. Und sie sagten: „O Salih! Bring doch das, womit du uns drohst, wenn du ein Gesandter bist!“
Vers 78: Da erschütterte sie das Beben, sodass sie morgens in ihren Häusern zusammengekauert ˹tot˺ dalagen.
Vers 79: Und er (Salih) ging von ihnen fort und sagte: „Mein Volk, ich habe euch die Botschaft meines Herrn verkündigt und euch ehrlich geraten, doch ihr liebt wohl die aufrichtigen Ratgeber nicht!“
Prophet Lot
Vers 80: Und Lot – als er zu seinem Volk sagte: „Gebt ihr euch etwa der Schandtat hin? Darin ist euch kein einziges Geschöpf zuvorgekommen!
Vers 81: Ihr geht lüstern zu den Männern statt zu den Frauen! Ihr seid wohl eher ein hemmungsloses Volk!“
Vers 82: Die Reaktion seines Volkes bestand nur darin, dass sie sagten: „Treibt sie aus eurer Stadt, denn sie sind Leute, die sauber sein wollen!“
Vers 83: Also retteten Wir ihn und seine Familie, nicht jedoch seine Frau, sie war eine dem Tod Geweihte.
Vers 84: Dann ließen Wir über ihnen einen ˹vernichtenden˺ Regen niedergehen. Schaut also, wie es den Übeltätern letztendlich erging!
Prophet Schuaib und die Midianiter
Vers 85: Und zu den Midianitern ˹entsandten Wir˺ ihren Bruder Schuaib,15 er sagte: „O mein Volk! Verehrt Gott, ihr habt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn! Euch ist ein klarer Beweis von eurem Herrn erschienen. Messt daher die Maße und Gewichte wohlwollend ab, unterschlagt die Sachen der Leute nicht und richtet kein Unheil auf Erden an, nachdem auf ihr Ordnung herrschte!16 Dies wäre besser für euch, wenn ihr doch nur gläubig wärt!
Vers 86: Und lauert nicht bei jedem Weg auf, indem ihr droht und diejenigen, die glauben, von Gottes Weg abbringt und ihn entstellen wollt! Und denkt daran, dass ihr einst wenige wart und Gott euch mehrte! Und schaut, wie es den Unheilstiftern letztendlich erging!
Vers 87: Und wenn eine Gruppe von euch an die Botschaft glaubt, mit der ich entsandt wurde, und eine Gruppe sie leugnet, dann bleibt standhaft, bis Gott zwischen uns richtet. Und Er ist der beste Richter.“
Vers 88: Die Eliten in seinem Volk, die überheblich waren, sagten: „Wir werden dich, o Schuaib, und diejenigen, die mit dir glauben, aus unserem Ort verstoßen, es sei denn, ihr kehrt zu unserer Religion zurück!“ Er (Schuaib) antwortete: „Und was ist, wenn uns das missfällt?
Vers 89: Wir würden nämlich über Gott lügen, wenn wir zu eurer Religion zurückkehren würden, nachdem Gott uns davor gerettet hat! Und wir dürfen auch gar nicht zu ihr zurückkehren, es sei denn, Gott, unser Herr, wollte es. Unser Herr erfasst alles mit Seinem Wissen. Auf Gott verlassen wir uns. Unser Herr, richte zwischen uns und unserem Volk mit der Wahrheit, denn Du bist der beste Richter!“
Vers 90: Die Eliten, die unter seinem Volk leugneten, sagten: „Wenn ihr Schuaib folgt, seid ihr ganz gewiss verloren!“
Vers 91: Da packte sie das Beben, sodass sie am Morgen in ihren Häusern ˹tot˺ kauernd dalagen.
Vers 92: Es scheint, als ob diejenigen, die Schuaib leugneten, kaum darin zur Ruhe gekommen wären. Diejenigen, die Schuaib leugneten, waren also verloren.
Vers 93: Und er ging von ihnen fort und sagte: „Mein Volk, ich habe euch die Botschaft meines Herrn verkündigt und euch ehrlich beraten. Wie sollte ich daher einem ungläubigen Volk nachtrauern?“
Schicksal widerspenstiger Völker
Vers 94: Und sobald Wir einen Propheten zu einem Ort schickten, ließen Wir seine Einwohner Not und Leid erfahren, auf dass sie wohl demütig bitten werden.
Vers 95: Daraufhin ersetzten Wir die schlechten Zeiten durch gute, bis sie zu Kräften kamen und sagten: „Unsere Vorfahren erlebten eben mal Not und mal schöne Zeiten“, doch dann packten Wir sie plötzlich und unbemerkt.
Gottes Strafe kommt unerwartet
Vers 96: Wenn jene Stadtbewohner doch nur glauben und sich in Acht nehmen würden, dann würden Wir ihnen viel Segen aus dem Himmel und der Erde ermöglichen. Sie hingegen leugneten, daher packten Wir sie wegen der Taten, die sie begingen.
Vers 97: Meinen jene Stadtbewohner etwa, sie wären sicher davor, dass sie unsere Gewalt nachts trifft, wenn sie schlafen?
Vers 98: Und meinen jene Stadtbewohner etwa, sie wären sicher davor, dass sie unsere Gewalt vormittags trifft, wenn sie spielen?
Vers 99: Meinen sie etwa, sie wären sicher vor Gottes Plan? Und nur die verlorenen Leute meinen, sie wären vor Gottes Plan sicher.
Vers 100: Wurde etwa denen, die die Erde nach ihren ehemaligen Bewohnern übernahmen, nicht klar, dass Wir sie wegen ihrer Sünden strafen könnten, wenn Wir wollen? Und Wir verschließen ihre Herzen, daher hören sie nicht.
Schicksal der Völker ist eine Lehre für die Lebenden
Vers 101: Von jenen Orten erzählen Wir dir manche Ereignisse. Und ihre Gesandten überbrachten ihnen klare Beweise, doch selbst wenn sie ins Diesseits zurückkehren würden, würden sie den Glauben erneut leugnen, da sie ihn schon zuvor abgelehnt hatten. So verschließt Gott die Herzen der Leugner.
Vers 102: Und Wir fanden, dass die meisten von ihnen nicht treu waren, und Wir fanden, dass die meisten unter ihnen gewiss unverschämte Sünder waren.
Moses und der Pharao
Vers 103: Nach jenen Leuten schickten Wir dann Moses mit Unseren Zeichen zum Pharao und seinem Gefolge, doch sie (die Ägypter) vergingen sich an ihnen (den Zeichen Gottes). Schau daher, wie es den Unheilstiftern letztendlich erging!
Vers 104: Und Moses sagte: „O Pharao! Ich bin wahrhaftig vom Herrn aller Dinge gesandt!
Vers 105: Ich bin darum bemüht, über Gott nichts als die Wahrheit zu sagen. Ich habe euch bereits einen Beweis von eurem Herrn gebracht, lass also die Kinder Israels mit mir gehen!“
Vers 106: Er (der Pharao) entgegnete: „Wenn du ein Zeichen gebracht hast, dann zeige es, wenn du die Wahrheit sagen solltest!“
Vers 107: Sogleich warf Moses seinen Stab, der plötzlich zu einer riesigen Schlange wurde.
Vers 108: Und er holte seine Hand hervor, die sogleich weiß in den Augen der Zuschauer wurde.
Vers 109: Das Gefolge aus Pharaos Volk sagte: „Das ist ja ein kundiger Zauberer,
Vers 110: der euch aus eurem Land vertreiben will! ˹Pharao sagte:˺ Was gebietet ihr also?“
Vers 111: Sie sagten: „Halte ihn und seinen Bruder hin und schick Boten zu den Städten,
Vers 112: sie sollen dir jeden kundigen Zauberer bringen!“
Moses konfrontiert die Zauberer
Vers 113: Und die Zauberer kamen zum Pharao, sie sagten: „Uns wird sicher eine Belohnung zuteil, wenn wir die Gewinner sind!“
Vers 114: Er (der Pharao) antwortete: „Ja, und ihr werdet zu meinen engsten Leuten zählen!“
Vers 115: Sie (die Zauberer) sagten: „O Moses! Entweder wirfst du oder wir werfen ˹zuerst˺.“
Vers 116: Er antwortete: „Werft!“ Und als sie ˹ihre Stäbe˺ warfen, verhexten sie die Augen der Leute, erschreckten sie und boten einen mächtigen Zauber dar.
Vers 117: Da offenbarten Wir Moses: „Wirf deinen Stab!“, der sofort schnappte, was sie (die Zauberer) vorgetäuscht hatten.
Vers 118: Da kam die Wahrheit zutage und es verblich, was sie getan hatten.
Vers 119: Und so wurden sie dort besiegt und waren unterlegen.
Vers 120: Sogleich warfen sich die Zauberer zu Boden,
Vers 121: sie sagten: „Wir glauben an den Herrn aller Dinge,
Vers 122: den Herrn von Moses und Aaron!“
Vers 123: Er (der Pharao) sagte: „Ihr habt also an ihn geglaubt, bevor ich es euch erlaube! Das ist gewiss ein heimtückischer Plan, den ihr in der Stadt ersonnen habt, um ihre Einwohner aus ihr zu vertreiben! Ihr werdet es schon noch erfahren!
Vers 124: Ich werde euch gewiss die Hände und Füße wechselseitig abhacken und euch anschließend alle kreuzigen!“
Vers 125: Sie entgegneten: „Wir kehren gewiss zu unserem Herrn zurück!
Vers 126: Und du tadelst uns nur, weil wir an die Zeichen unseres Herrn glaubten, als sie uns erschienen sind! Unser Herr, schenke uns reichlich Standhaftigkeit und lass uns als Muslime sterben!“
Pharao verfolgt die Israeliten
Vers 127: Und das Gefolge von Pharaos Volk sagte: „Lässt du Moses und sein Volk ˹gehen˺, sodass sie Unheil auf Erden anrichten und er von dir und deinem Gott ablässt?“ Er (der Pharao) erwiderte: „Wir werden ihre Söhne töten und ihre Frauen entehren! Wir haben schließlich alle Gewalt über sie!“
Vers 128: Moses sagte zu seinem Volk: „Bittet Gott um Hilfe und seid standhaft! Die Erde gehört gewiss Gott, Er vermacht sie, wem Er will, unter Seinen Dienern! Und letztendlich gewinnen die Gottesfürchtigen!“
Vers 129: Sie erwiderten: „Wir wurden geschunden, bevor und nachdem du zu uns gekommen bist.“ Er antwortete: „Hoffentlich wird euer Herr euren Feind vernichten und euch zu Nachfolgern auf Erden machen, sodann wird Er sehen, wie ihr handelt.“
Gott straft die Ägypter mit Plagen
Vers 130: Und Wir plagten die Familie des Pharao mit Hungerjahren und Mangel an Früchten, auf dass sie sich wohl erinnern.
Vers 131: Wenn ihnen Gutes widerfuhr, sagten sie: „Das steht uns zu.“ Und wenn sie ein Unglück traf, bezeichneten sie Moses und die mit ihm waren als Unheilbringer. Vielmehr brachte ihnen Gott das Unheil,17 doch haben die meisten von ihnen kein Wissen.
- 17 Abergläubische Menschen sehen überall Omen. Der Islam lehnt derartige gute und böse Omen ab. Alles kommt von Gott: das vermeintlich Gute wie das vermeintlich Schlechte. ↩
Vers 132: Und sie sagten: „Welche Zeichen du auch bringen magst, um uns zu verhexen, wir werden dir nie glauben!“
Vers 134: Und als sie die Plage heimsuchte, sagten sie: „O Moses! Bitte für uns deinen Herrn bei dem, was Er dir versprach! Wenn du uns von der Plage befreist, werden wir dir glauben und die Kinder Israels mit dir gehen lassen!“
Vers 135: Doch als Wir sie für eine kurze Weile, die vergehen wird, von der Plage befreiten, da brachen sie ihr Wort.
Vers 136: Dann nahmen Wir Rache an ihnen und ließen sie im Meer ertrinken, weil sie nicht an Unsere Zeichen glaubten und sie missachteten.
Sieg der Israeliten
Vers 137: Und Wir ließen das Volk, das unterdrückt wurde, die östlichen und westlichen Gegenden des Landes erben, das Wir segneten. Und das beste Wort Gottes (Seine Bestimmung) vollendete sich an den Kindern Israels, weil sie standhaft waren. Und Wir vernichteten, was der Pharao vollbracht hatte und was sie (die Ägypter) erbauten.
Ignoranz der Israeliten gegenüber Gottes Zeichen
Vers 138: Und nachdem Wir die Kinder Israels durch das Meer gebracht hatten, gelangten sie zu einem Volk, das an seinen Götzen festhielt. Die Israeliten sagten: „O Moses! Bestimme auch so eine Gottheit für uns, wie sie eine haben!“ Er antwortete: „Ihr seid doch wahrhaftig ein ignorantes Volk!
Vers 139: Die Lebensweise jener ist dem Untergang geweiht, und nichtig ist, was sie taten.“
Vers 140: Er sagte: „Soll ich etwa wollen, dass ihr etwas anderes als Gott verehrt, obwohl Er euch unter den ˹damaligen˺ Leuten auserwählte?“
Vers 141: Und ˹denkt daran,˺ als Wir euch vor den Leuten des Pharaos retteten, die euch mit übelster Qual heimsuchten, indem sie eure Söhne ermordeten und eure Frauen entehrten. Darin war für euch eine Prüfung von eurem Herrn, und zwar eine gewaltige.
Moses trifft Gott
Vers 142: Und Wir bestimmten für Moses ein Treffen nach dreißig Nächten und ergänzten die Frist noch einmal um zehn ˹Tage˺, sodass das Treffen mit seinem Herrn nach vierzig Nächten stattfand. Und Moses sagte zu seinem Bruder Aaron: „Übernimm die Verantwortung für mein Volk, korrigiere es und folge nicht dem Weg der Unheilstifter!“
Vers 143: Als dann Moses zum Treffen mit Uns kam und sein Herr mit ihm gesprochen hatte, sagte er (Moses): „Herr, lass mich Dich sehen!“ Er antwortete: „Du wirst Mich nie ˹im Diesseits˺ sehen. Schau doch zum Berg: Wenn er an seinem Platz bleibt, wirst du Mich sehen!“ Doch als Gott dem Berg erschien, machte Er ihn zu Schutt und Moses stürzte ohnmächtig zu Boden. Als er erwachte, sagte er: „Erhaben bist Du ˹über jeden Makel˺, ich wende mich Dir reuevoll zu! Und ich bin der erste Gläubige.“19
- 19 Siehe Fußnote zu 6:163 ↩
Vers 144: Er sagte: „O Moses! Ich habe dich gewiss unter den ˹damaligen˺ Menschen durch Meine Botschaft auserwählt und dadurch, dass Ich zu dir sprach. Nimm daher an, was Ich dir gegeben habe, und sei dankbar!“
Vers 145: Und Wir schrieben für ihn in den Tafeln etwas von allen ˹wesentlichen˺ Dingen vor, als Ermahnung und Erklärung für alles. „Halte dich daher standhaft an sie (die Urtora) und weise dein Volk an, sie im besten Sinn zu praktizieren. Ich werde euch die Heimat der unverschämten Sünder zeigen!20
- 20 Moses sollte für sich selbst die strengste Deutung anwenden und den Israeliten gebieten, die beste und umsichtigste Option der Gebote zu nehmen und nicht ihren Sinn zu entstellen. Mit der ‚Heimat der unverschämten Sünder‘ ist gemeint, dass Gott den Israeliten das Ende Seiner Feinde vor Augen führen wird.“ ↩
Hochmut macht blind für die Wahrheit
Vers 146: Ich werde diejenigen von Meinen Zeichen abbringen,21 die ohne jedes Recht auf Erden hochmütig sind.“ Auch wenn sie jedes Zeichen sehen würden, würden sie nicht daran glauben. Und wenn sie den Weg der Vernunft erkennen, schlagen sie ihn nicht ein, doch wenn sie den Irrweg erkennen, folgen sie ihm. Dies liegt daran, dass sie stets Unsere Zeichen leugneten und ihrer achtlos waren.
- 21 Dies bedeutet: Wer zu stolz ist, die Wahrheit anzunehmen, den wird Gott der Fähigkeit berauben, Gottes Wunder im Alltag zu erkennen. ↩
Vers 147: Und die Taten derer, die Unsere Zeichen und die Begegnung im Jenseits leugnen, werden verfallen. Wird ihnen denn nicht einfach nur vergolten, was sie taten?
Israeliten verehren das goldene Kalb
Vers 148: Und Moses’ Volk baute, nachdem er fort war, aus dem Schmuck ˹der Pharaonen˺ die Figur eines Kalbes, das muhte. Haben sie denn nicht erkannt, dass es sie weder anspricht noch auf irgendeinen Weg führt? Sie taten dies zu Unrecht.
Moses zürnt den Israeliten
Vers 150: Und als Moses verärgert und bekümmert zu seinem Volk zurückkehrte, sagte er: „Schlimm ist, was ihr da nach mir ˹in meiner Abwesenheit˺ getan habt! Wolltet ihr etwa dem Befehl eures Herrn zuvorkommen?“ Sogleich warf er die Tafeln weg, griff nach dem Kopf seines Bruders ˹Aaron˺ und zog ihn zu sich. Er (Aaron) sagte: „O Sohn meiner Mutter! Das Volk hat mich überwunden und hätte mich fast getötet! Setze mich also ja nicht dem Spott der Feinde aus und zähle mich nicht zum übertreterischen Volk!“
Vers 151: Er (Moses) sagte: „Herr, vergib mir und meinem Bruder und lass uns in Deine Barmherzigkeit ein, denn Du bist der barmherzigste der Barmherzigen!“
Strafe der Götzenverehrer
Vers 152: Diejenigen, die das Kalb ˹zum Gott˺ nahmen, wird gewiss ein Zorn ihres Herrn und Schande im irdischen Leben treffen. Und so vergelten Wir es den Lügnern.
Vers 153: Und mit denen, die die Sünden begehen und danach reuevoll umkehren und glauben, ist dein Herr gewiss nach der Reue vergebend und barmherzig.
Die Tafeln der Urthora
Vers 154: Und als Moses’ Zorn verrauchte, nahm er die Tafeln auf. Und ihre Abschrift enthielt Rechtleitung und Barmherzigkeit für diejenigen, die ihren Herrn fürchten.
Moses trifft Gott erneut
Vers 155: Und Moses wählte aus seinem Volk siebzig Männer für das Treffen mit Uns aus. Doch als sie das Beben packte,23 sagte er (Moses): „Herr, wenn Du es gewollt hättest, hättest Du sie bereits vorher vernichtet und mich auch! Willst Du uns etwa wegen der Taten vernichten, die die Unvernünftigen unter uns begangen haben? Es ist nichts als Deine Versuchung, mit der Du abirren lässt, wen Du willst, und führst, wen Du willst! Du bist unser Nächster, vergib uns also und hab Erbarmen mit uns! Denn Du bist der beste der Vergebenden!
- 23 Moses wählte siebzig Israeliten aus, um Gott dafür um Vergebung zu bitten, dass sie das Kalb verehrten. Das Beben traf die Auserwählten wegen einer Sünde. ↩
Vers 156: Und bestimme für uns in diesem Diesseits Gutes und auch im Jenseits! Wir haben uns Dir wieder zugewendet!“ Gott erwiderte: „Es ist Meine Strafe, mit der Ich belege, wen Ich will. Und Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge. Daher werde Ich sie für die bestimmen, die sich in Acht nehmen und die Zakat entrichten und an Unsere Zeichen glauben,
Vers 157: also für diejenigen, die an den Gesandten – den schriftunkundigen Propheten ˹Muhammad˺ – glauben, den sie bei sich in der Thora und im Evangelium erwähnt finden, er gebietet ihnen das Gute und verbietet ihnen das Schlechte, erklärt ihnen die guten Dinge für erlaubt und die schlechten für verboten und nimmt ihnen ihre Last und die Ketten ab, die sie bedrückten. So sind jene, die an ihn glauben, ihn unterstützen, ihm beistehen und das Licht befolgen, das zu ihm herabgesandt wurde, die Erfolgreichen.“
Muhammad wurde zu allen Menschen entsandt
Vers 158: Sag ˹o Muhammad˺: „O Menschen! Ich bin zu euch allen von Gott gesandt, dem die Herrschaft der Himmel und Erde gehört, neben dem es nichts Anbetungswürdiges gibt. Er lässt leben und sterben. Glaubt also an Gott und Seinen Gesandten – den schriftunkundigen Propheten ˹Muhammad˺, der an Gott und Seine Zeichen glaubt – und folgt ihm, auf dass ihr wohl den rechten Weg findet!“
Aufrichtige Israeliten
Vers 159: Und unter Moses’ Volk ist eine Gemeinschaft, die mit der Wahrheit führt und mit ihr gerecht urteilt.
Vers 160: Und Wir teilten sie in zwölf Stämme und Gemeinschaften ein. Und Wir offenbarten Moses, als er für sein Volk um Wasser betete: „Schlag mit deinem Stab auf den Stein!“ Sogleich sprudelten aus ihm zwölf Quellen hervor; jeder kannte genau seine Tränke. Und Wir ließen die Wolke über euch Schatten spenden und sandten auf euch Manna24 und Wachteln herab, esst also von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben! Und sie schadeten Uns nicht, sondern schadeten sich selbst.
- 24 Manna ist das sog. Wüstenbrot, siehe die Fußnote zu 2:57. ↩
Missbrauch von Gottes Geboten
Vers 161: Und ˹denkt daran,˺ als ihnen gesagt wurde: „Wohnt an diesem Ort und esst von dort, ganz wie es euch beliebt! Und durchschreitet das Tor, wobei ihr euch niederwerfen sollt, und sagt: ‚Vergebung!‘, dann vergeben Wir euch eure Sünden! Den Gütigen werden Wir mehr geben.“
Fischerdorf, das den Sabbat missachtete
Vers 163: Und frag sie nach dem Dorf am Meer,26 dessen Einwohner den Sabbat missachteten, als ihnen die Fische massenweise am Sabbat erschienen. Doch sobald der Sabbat um war, kamen sie nicht mehr. So prüfen Wir sie, weil sie öffentlich sündigten.
- 26 Es handelte sich um ein jüdisches Fischerdorf. Am Sabbat war ihnen das Arbeiten verboten. Gott prüfte sie, indem die Fische gerade an diesem Tag zahlreich und leicht erreichbar waren, an den übrigen Tagen jedoch kaum. Daraufhin begannen sie, vor dem Sabbat Reusen auszulegen und die Fische erst nach seinem Ende herauszuholen, um das Gebot Gottes zu umgehen. ↩
Vers 164: Und als eine Gruppe27 unter ihnen fragte: „Wieso ermahnt ihr überhaupt Leute, die Gott so oder so vernichten oder heftig strafen wird?“, antworteten die anderen ˹Ermahnenden˺: „Um eine Entschuldigung vor eurem Herrn zu haben, und weil wir hoffen, dass sie sich in Acht nehmen.“
- 27 Im Dorf lebten drei Gruppen: Die eine sündigte am Sabbat, eine weitere ermahnte die Sünder und eine Dritte sündigte zwar nicht, aber überließ die Sünder sich selbst. ↩
Vers 165: Doch als jene das ignorierten, wozu sie ermahnt wurden, retteten Wir diejenigen, die das Übel verboten, und packten diejenigen, die übeltäterisch waren, mit einer üblen Pein, weil sie öffentlich sündigten.
Vers 166: Als sie sich starrsinnig dem widersetzten, was ihnen verboten wurde, sagten Wir ihnen: „Seid verstoßene Affen!“
Gott droht, die sündigen Israeliten zu strafen
Vers 167: Und ˹denke daran,˺ als dein Herr verkündete, dass Er bis zum Tag der Auferstehung ganz gewiss gegen sie Menschen schicken wird, die sie mit übelster Qual heimsuchen werden. Dein Herr straft gewiss schnell und ist wahrhaftig vergebend und barmherzig.
Vers 168: Und Wir verteilten sie (die Israeliten) auf der Erde in Gemeinschaften, manche unter ihnen sind rechtschaffen und andere nicht. Und Wir prüften sie mit schönen und schlechten Dingen, auf dass sie wohl umkehren.
Vers 169: Später folgten ihnen Nachkommen, die das Buch (die Thora) erbten, aber nach dem wertlosen irdischen Gut griffen und sagen: „Uns wird schon vergeben werden.“ Doch wenn ihnen ähnliche Güter zukommen, greifen sie danach. Wurde denn nicht von ihnen der Bund des Buches abgenommen, dass sie über Gott nur die Wahrheit sagen sollen? Und haben sie denn nicht untersucht, was darin steht? Und das jenseitige Heim ist besser für diejenigen, die sich in Acht nehmen. Wollt ihr etwa nicht begreifen?
Vers 170: Doch nun zu denen, die am Buch festhalten und das Gebet ˹in Ehren˺ einhalten: Wir werden gewiss den Lohn der korrekt Handelnden nicht vergeuden!
Vers 171: Und ˹denke daran,˺ als Wir den Berg über ihnen hochrissen, sodass er einem Baldachin glich, und sie dachten, er würde auf sie stürzen: „Nehmt an, was Wir euch gegeben haben, und erwähnt, was darin ist, auf dass ihr euch wohl in Acht nehmt!“
Vers 172: Und ˹denke daran,˺ als dein Herr aus den Kindern Adams, und zwar aus ihren Rücken, ihre Nachfahren herausholte28 und diese selbst bezeugen ließ: „Bin Ich denn nicht euer Herr?“, worauf sie antworteten: „Doch, wir bezeugen es!“, damit ihr am Tag der Auferstehung nicht behauptet: „Wir waren völlig ahnungslos.“
- 28 In vielen Hadithen wird überliefert, dass Gott bei der Erschaffung Adams aus seinem Rücken die Seelen all seiner Nachkommen hervorbrachte und sie bezeugen ließ, dass Er ihr Schöpfer ist. Diese ursprüngliche Zeugenschaft (arab. fitrah) gilt als Erklärung dafür, dass der Mensch ein tiefes inneres Bedürfnis hat, nach seinem Ursprung und seinem Schöpfer zu fragen. Im Islam wird daher jeder Mensch als gottergeben (Muslim) geboren; erst sein Umfeld kann ihn möglicherweise vom Glauben an den Schöpfer abbringen. ↩
Vers 173: Oder damit ihr nicht behauptet: „Es waren doch nur unsere Vorfahren, die andere verehrten, und wir waren eine Generation nach ihnen. Willst du uns etwa wegen der Taten vernichten, die die Abergläubischen begingen?“
Vers 174: Und so verdeutlichen Wir die Zeichen, auf dass sie wohl umkehren.
Gleichnis des Abtrünnigen
Vers 175: Und erzähle ihnen die Geschichte dessen, dem Wir Unsere Zeichen gaben,29 der sich jedoch davonstahl, worauf ihm der Satan folgte und er zu den Verirrten gehörte.
- 29 Gemeint ist ein wissender Israelit, der den wahren Glauben kannte. Allerdings missbrauchte er diesen Vorzug und sprach Bittgebete gegen Moses und die Israeliten, um einen weltlichen Vorteil zu erlangen, sodass er vom Glauben abfiel. ↩
Vers 176: Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir ihn dadurch (durch sein Wissen) geehrt, doch er hing am Weltlichen und folgte seinem Trieb. Sein Gleichnis ist das des Hundes: Wenn du ihn hetzt, hechelt er, und auch wenn du ihn nicht hetzt, hechelt er.30 Jenes ist das Gleichnis der Leute, die Unsere Zeichen verleugnen. Erzähle daher ˹derartige˺ Geschichten, auf dass sie sich ermahnen lassen!
- 30 Der ignorante Mensch wird hier mit einem Hund verglichen, der stets hechelt, gleich ob man ihn zum Guten aufruft oder ihn in Ruhe lässt. ↩
Vers 177: Übel ist das Gleichnis derer, die Unsere Zeichen leugnen und sich nur selbst schaden!
Aspekte der göttlichen Führung
Vers 178: Wen Gott führt, der ist rechtgeleitet. Und wen Er abirren lässt, jene Menschen sind die Verlorenen.
Vers 179: Und Wir schufen für die Hölle viele Dschinn und Menschen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht begreifen, sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen, und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene Leute sind wie Tiere, vielmehr sind sie weit mehr abgekommen. Jene sind die Ahnungslosen.
Gottes Namen
Vers 180: Und Gott hat die schönsten Namen, also ruft Ihn mit diesen an! Und lasst von denen ab, die Seine Namen entstellen! Ihnen wird vergolten, was sie stets taten.
Rechtschaffene und Leugner in der Gemeinde
Vers 181: Und unter denen, die Wir erschufen, ist eine Gemeinde, die zur Wahrheit führt und mit ihr gerecht ist.
Vers 182: Und diejenigen, die stets Unsere Zeichen leugnen, werden Wir allmählich unbemerkt fortnehmen;
Vers 183: und Ich lasse ihnen Zeit; Mein Plan ist bereits beschlossen.
Vers 184: Haben sie denn gar nicht überlegt? Ihr Gefährte ˹Muhammad˺ leidet an keinem Wahn; er ist vielmehr ein deutlicher Warner.
Vers 185: Haben sie denn nicht über das unfassbare Reich der Himmelssphären und der Erde nachgedacht und über all die Dinge, die Gott erschuf? Und vielleicht wird ihre Frist bald eintreffen. An welche Worte wollen sie denn dann noch glauben?
Vers 186: Wen Gott vom Weg abbringt, für den gibt es keine Führung. Und Er lässt sie in ihrer Übertretung umherirren.
Nur Gott kennt die Stunde
Vers 187: Sie fragen dich ˹o Muhammad˺ nach der Stunde – wann sie eintreffen wird. Sag ˹ihnen˺: „Das Wissen um sie verbleibt nur bei meinem Herrn. Niemand außer Ihm legt ihren Zeitpunkt offen. Sie bedrückt bereits die Himmel und die Erde. Sie wird euch plötzlich aufsuchen.“ Sie fragen dich, als ob du darüber im Bilde wärst. Sag: „Das Wissen um sie verbleibt nur bei Gott“, doch wissen die meisten Menschen nichts.
Propheten kennen das Verborgene nicht
Vers 188: Sag ˹o Muhammad˺: „Ich bin nicht fähig, mir selbst zu nutzen oder zu schaden, außer Gott will es so. Und wenn ich das Verborgene kennen würde, würde ich mich mehr um weltliches Gut bemühen.31 Und mich hat kein Wahn ergriffen. Ich bin nur ein Warner und Verkünder für Leute, die glauben.“
- 31 Dies bedeutet: Wenn ich wüsste, was in naher Zukunft geschieht, würde mich keine Not überraschen. Denn ich könnte mich schon vorher materiell absichern und würde dies dann auch tun. ↩
Erinnerung an Gottes Schöpfung
Vers 189: Er ist es, der euch aus einer einzigen Seele erschuf. Aus ihr erschuf Er auch ihren Partner, damit er bei ihr Ruhe findet. Als er ihr beiwohnte, wurde sie schwanger und trug zunächst eine leichte Last, die allmählich in ihr heranwuchs. Doch als sie schwer wurde,32 baten beide Gott, ihren Herrn: „Wenn Du uns ein rechtschaffenes ˹Kind˺ bescherst, werden wir gewiss zu den Dankbaren gehören!“
- 32 Dies bezieht sich auf den zunächst einfachen und später anstrengenden Verlauf der Schwangerschaft. ↩
Vers 190: Doch als Er ihnen ein rechtschaffenes ˹Kind˺ bescherte, schrieben sie Ihm Teilhaber an dem zu, was Er ihnen beschert hatte! Doch erhaben ist Gott über das, was sie Ihm beigesellen!
Vers 191: Stellen sie etwa ˹Gott˺ etwas zur Seite, das nichts erschafft, wo sie doch erschaffen werden?
Vers 192: Und sie können ihnen weder beistehen, noch stehen sie sich selbst bei!
Vers 193: Und wenn du sie zur Rechtleitung aufrufst, folgen sie dir nicht. Es ist gleich, ob ihr sie anruft oder ob ihr schweigt.
Die Wahrheit über falsche Götter
Vers 194: Diejenigen, die ihr neben Gott anruft, sind auch nur Geschöpfe wie ihr. Ruft doch nach ihnen. Werden sie etwa antworten? Seid doch ehrlich!
Vers 195: Haben sie denn Beine, mit denen sie gehen, oder haben sie Hände, mit denen sie greifen, oder haben sie Augen, mit denen sie sehen, oder haben sie Ohren, mit denen sie hören? Sag: „Ruft eure Teilhaber ˹an der Göttlichkeit˺ herbei, dann plant gegen mich und gewährt mir keinen Aufschub!
Vers 196: Mein Nächster ist wahrhaftig Gott, der das Buch herabsandte, und Er nimmt sich der Rechtschaffenen an.“
Vers 197: Und diejenigen, die ihr an Seiner statt anruft, können weder euch noch sich selbst helfen!
Vers 198: Und wenn du sie zur Führung einlädst, folgen sie der Aufforderung nicht. Und du siehst, wie sie zu dir hinblicken, aber nichts durchschauen.
Ethische Grundlagen
Vers 199: Nimm die Vergebung an, gebiete das Gute und ignoriere die Ignoranten!
Vers 200: Und wenn du vom Satan angestachelt wirst, dann suche bei Gott Zuflucht, denn Er ist allhörend und allwissend!
Vers 201: Wenn jene, die sich in Acht nehmen, eine Einflüsterung vom Satan berührt, erinnern sie sich ˹an die Religion˺, worauf sie wieder klar sehen.
Vers 202: Und ihre ˹ignoranten˺ Brüder helfen ihnen (den Satanen) auf dem Irrweg, und sie lassen dabei nicht nach.
Vorbildfunktion Muhammads ﷺ
Vers 203: Und wenn du ˹o Muhammad˺ ihnen kein Zeichen bringst, sagen sie: „Hättest du doch eines ausgesucht!“ Sag ˹ihnen˺: „Ich befolge nur, was mir von meinem Herrn offenbart wird.“ Dies sind Erkenntnisse ˹für euch˺ von eurem Herrn und eine Führung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
Der Koran und das Lobpreisen Gottes
Vers 204: Und wenn der Koran gelesen wird, hört ihm zu und lauscht, auf dass euch wohl Erbarmen widerfährt!
Vers 205: Und gedenke deines Herrn in den frühen Morgen- und in den Abendstunden insgeheim, demütig, ehrfürchtig und ohne laut zu sprechen! Und gehöre nicht zu den Ahnungslosen!
Vers 206: Jene ˹Engel˺, die bei deinem Herrn weilen, sind gewiss nicht zu stolz, Ihm zu dienen, und sie lobpreisen Ihn und werfen sich vor Ihm nieder.