Der deutliche Koran
Vers 2: Dies sind die Verse des deutlichen Buches.
Haltung der Leugner gegenüber dem Koran
Vers 3: Es mag dich tief im Innern quälen, dass sie nicht gläubig sein werden.
Vers 4: Wenn Wir wollen würden, würden Wir ihnen vom Himmel ein Zeichen herabsenden, sodass ihre Hälse sich deswegen ˹willenlos˺ beugten.
Vers 5: Und jedes Mal, wenn sie irgendeine neue Ermahnung von ihrem Herrn erreicht, sind sie ihr abgeneigt.
Vers 6: Und sie haben ja bereits ˹die Wahrheit˺ geleugnet, und es werden sie die Nachrichten dessen erreichen, worüber sie gespottet hatten.
Vers 7: Haben sie denn nicht die Erde betrachtet? Wie viele edle Paare Wir darin heranwachsen ließen!
Vers 8: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 9: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Moses, Aaron und der Pharao
Vers 10: Und als dein Herr den Moses rief: „Dass du zum übertreterischen Volk gehst,
Vers 11: zum Volk Pharaos! Wollen sie wohl glauben?“
Vers 12: Er (Moses) erwiderte: „Mein Herr, ich befürchte, sie könnten mich der Lüge bezichtigen,
Vers 13: und meine Brust ist bedrückt und meine Zunge gehemmt, entsende also Aaron!
Vers 15: Er sagte: „Keineswegs! Geht sogleich mit Meinen Zeichen! Wir sind bei euch beiden und hören zu.
Vers 16: Geht also zum Pharao und sagt: ‚Wir sind Gesandte vom Herrn aller Dinge,
Vers 17: auf dass du die Kinder Israels mit uns schickst!‘“
Vers 18: Er (der Pharao) antwortete: „Haben wir dich denn nicht als Neugeborenes aufgezogen und bist du nicht lange Jahre deiner Lebenszeit bei uns geblieben?
Vers 19: Und du hast deine Tat begangen,3 die du begangen hast, als du zu den Undankbaren gehörtest!“
- 3 Der Pharao erinnert Moses daran, dass er einen Ägypter tötete. Er bezeichnet Moses als undankbar, weil er im Haus des Pharaos großgezogen und somit gerettet wurde, dann jedoch jemanden aus dem Volk tötete, das ihn aufgenommen hatte. ↩
Vers 20: Er (Moses) erwiderte: „Ich habe es eben getan, als ich vom Weg abwich.
Vers 21: Sodann bin ich vor euch geflohen, weil ich mich vor euch fürchtete. Da schenkte mir mein Herr Weisheit und machte mich zu einem Gesandten.
Vers 22: Und das hältst du mir als Gnadenerweis vor, dass du die Kinder Israels versklavt hast?“
Streit zwischen Moses und dem Pharao
Vers 23: Der Pharao sagte: „Und was ist der Herr aller Dinge?“
Vers 24: Er antwortete: „Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen beiden ist. Wenn ihr denn überzeugt seid.“
Vers 25: Er (der Pharao) sagte zu denen um ihn herum: „Hört ihr nicht zu?“
Vers 26: Er (Moses) erwiderte: „Euer Herr und der Herr eurer frühesten Vorväter.“
Vers 27: Er (der Pharao) sagte: „Euer Gesandter, der zu euch entsandt wurde, ist ja verrückt!“
Vers 28: Er (Moses) sagte: „Der Herr des Ostens und des Westens und dessen, was zwischen beiden ist. Wenn ihr doch nur begreifen würdet!“
Vers 29: Er (der Pharao) sagte: „Wenn du einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich zu einem Gefangenen machen!“
Vers 30: Er (Moses) sagte: „Und ˹selbst˺ wenn ich dir etwas Eindeutiges bringe?“
Vers 31: Er antwortete: „Bring es, wenn du denn zu den Ehrlichen gehörst!“
Moses’ Wunder und die Herausforderung
Vers 32: Da warf er (Moses) seinen Stab, der plötzlich eine wahrhaftige Schlange war.
Vers 33: Und er riss seine Hand hervor, die plötzlich den Betrachtern weiß erschien.
Vers 34: Er (der Pharao) sagte zu seinem Gefolge um ihn: „Das ist ja wahrlich ein kundiger Zauberer!
Vers 35: Er will euch von eurem Land mit seiner Zauberei vertreiben, was also befehlt ihr?“
Vers 36: Sie sagten: „Gewähre ihm und seinem Bruder Aufschub und lass in die Städte Boten schicken,
Vers 37: auf dass sie dir jeden kundigen Zauberer bringen!“
Zauberer unterliegen Moses und glauben
Vers 38: Sodann wurden die Zauberer zum Treffen an einem bekannten Tag vereint
Vers 39: und die Menschen wurden gefragt: „Seid ihr versammelt?“
Vers 40: „Vielleicht folgen wir ja den Zauberern, wenn sie die Sieger sein sollten.“
Vers 41: Als die Zauberer ankamen, sagten sie zum Pharao: „Werden wir auch sicher belohnt, wenn wir die Sieger sind?“
Vers 42: Er antwortete: „Ja, und ihr gehört gewiss zu den Nahestehenden!“
Vers 43: Moses sagte ihnen: „Werft, was ihr zu werfen habt!“
Vers 44: Also warfen sie ihre Stricke und Stöcke und sagten: „Zu Pharaos Ehren, wir sind wahrhaftig die Sieger!“
Vers 45: Da warf Moses seinen Stab, der plötzlich verschlang, was sie ˹an Zauberei˺ erlogen hatten.
Vers 46: Sogleich fielen die Zauberer sich niederwerfend zu Boden,
Vers 47: sie sagten: „Wir glauben an den Herrn aller Dinge,
Vers 48: den Herrn von Moses und Aaron.“
Vers 49: Er (der Pharao) fragte: „Glaubt ihr etwa an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist also euer großer Meister, der euch die Zauberei gelehrt hat! Ihr werdet es noch erfahren! Ich lasse gewiss eure Hände und Beine kreuzweise abhacken und ich werde euch alle kreuzigen!“
Vers 50: Sie erwiderten: „Das sei kein Schaden, wir kehren ja zu unserem Herrn zurück!
Vers 51: Wir sehnen uns danach, dass uns unser Herr unsere Fehler vergibt, da wir die ersten Gläubigen sind.“
Rettung der Israeliten und der Tod der Ägypter
Vers 52: Und Wir offenbarten Moses: „Du sollst mit Meinen Dienern nachts aufbrechen, ihr werdet verfolgt!“
Vers 53: Sogleich ließ der Pharao in die Städte Boten entsenden ˹und sagte˺:
Vers 54: „Jene sind gewiss ein kleines Häuflein,
Vers 55: und sie erbosen uns gewaltig.
Vers 56: Und wir sind gewiss alle Warner.“
Vers 57: Und so vertrieben Wir sie (die Ägypter) aus Gärten, Quellen,
Vers 58: Schätzen und einem edlen Ort.
Vers 59: Ebenso gaben Wir es (das gelobte Land) den Kindern Israels zum Erbe.
Vers 60: Da folgten sie ihnen beim Sonnenaufgang.
Vers 61: Als sich die beiden Gruppen gegenüberstanden, sagten Moses Gefährten: „Sie haben uns eingeholt!“
Vers 62: Er erwiderte: „Keineswegs! Mein Herr ist gewiss bei mir, Er wird mich leiten!“
Vers 63: Da offenbarten Wir Moses: „Du sollst mit deinem Stab auf das Meer schlagen!“ Sogleich trennte es sich, sodass jede Seite einer gewaltigen Bergwand glich.
Vers 64: Und Wir ließen dort die anderen nahekommen.
Vers 65: Und Wir retteten Moses und die Seinen allesamt.
Vers 66: Sodann ließen Wir die anderen ertrinken.
Vers 67: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 68: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Abraham kritisiert die Götzen
Vers 69: Und trage ihnen die Geschichte Abrahams vor,
Vers 70: als Abraham zu seinem Vater und seinem Volk sagte: „Was betet ihr an?“
Vers 71: Sie antworteten: „Wir beten Götzen an und wir werden weiterhin an ihnen festhalten!“
Vers 72: Er fragte: „Hören sie euch denn, wenn ihr ˹sie˺ ruft?
Vers 73: Oder nützen oder schaden sie euch?“
Vers 74: Sie antworteten: „Vielmehr fanden wir, dass unsere Vorväter dies so taten.“
Vers 75: Er fragte: „Ist euch denn bewusst, was ihr angebetet habt? -
Vers 76: Ihr und eure ältesten Vorfahren?
Vers 77: Sie sind gewiss mein Feind, nicht jedoch der Herr aller Dinge,
Vers 78: der mich erschuf und mich daher leitet,
Vers 79: und der mich speist und tränkt.
Vers 80: Und wenn ich erkranke, heilt Er mich.
Vers 81: Und ˹Er ist˺ derjenige, der mich sterben und dann wieder leben lässt
Vers 82: und von dem ich erhoffe, dass Er mir meinen Fehltritt am Tag der Abrechnung vergibt.
Abrahams Bittgebet
Vers 83: Herr, schenk mir Weisheit und rechne mich zu den Rechtschaffenen!
Vers 84: Und beschere mir eine aufrichtige Erwähnung unter den nachfolgenden Generationen!
Vers 85: Und mache mich zu einem Erben des Paradieses der Freuden!
Vers 86: Und vergib meinem Vater, er gehörte ja zu den Abgeirrten!
Vers 87: Und setze mich nicht der Schande am Tag aus, an dem sie auferweckt werden,
Vers 88: am Tag, an dem weder Vermögen noch Söhne etwas nützen,
Vers 89: sondern nur ˹gerettet wird˺, wer Gott mit reinem Herzen begegnet!“
Beschreibung des Jüngsten Tages
Vers 90: Und das Paradies wird den Gottesfürchtigen nahegebracht werden.
Vers 91: Und das lodernde Höllenfeuer wird den Abtrünnigen offenbar werden.
Vers 92: Und ihnen wird gesagt werden: „Wo ist das, was ihr stets angebetet habt
Vers 93: neben Gott? Stehen sie euch etwa bei oder siegen sie?“
Vers 94: Da werden sie (die Abgötter) in sie (die Hölle) gruppenweise gestürzt – sie und die Abtrünnigen –
Vers 95: und die Truppen des Teufels allesamt.
Vers 96: Da sagen sie, wenn sie sich darin streiten werden:
Vers 97: „Bei Gott, wir waren ja wahrhaftig in eindeutigem Irrtum,
Vers 98: als wir euch dem Herrn aller Dinge gleichstellten!
Vers 99: Und uns haben nur die Übeltäter fehlgeleitet!
Vers 100: Nun haben wir keine Fürsprecher mehr
Vers 101: und keinen engen Freund!
Vers 102: Hätten wir doch nur eine zweite Chance, damit wir zu den Gläubigen gehören!“
Vers 103: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 104: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Noah und sein Volk
Vers 105: Das Volk Noahs bezichtigte die Gesandten der Lüge,
Vers 106: als ihnen ihr Bruder Noah sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
Vers 107: Ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter,
Vers 108: also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 109: Und ich bitte euch um keinen Lohn, mein Lohn obliegt allein dem Herrn aller Dinge.
Vers 110: Fürchtet also Gott und gehorcht mir!“
Vers 111: Sie sagten: „Sollen wir dir etwa glauben, wo dir doch ˹nur˺ die Einfachsten folgen?“
Vers 112: Er sagte: „Und was weiß ich über das, was sie getan haben?4
- 4 Diese Antwort des Propheten Noah bezieht sich auf ihren Einwand, dass nur die Einfachsten ihm gefolgt seien. Sie hielten deren Glauben für unaufrichtig und unlogisch. Noah macht jedoch klar, dass seine Aufgabe nur darin besteht, Menschen nach ihrem äußeren Bekenntnis zu beurteilen, und nicht ihren inneren Zustand oder die Tiefe ihrer Überzeugung zu hinterfragen. ↩
Vers 113: Ihre Abrechnung obliegt allein meinem Herrn, wenn ihr es doch nur bemerken würdet!
Vers 114: Und ich bin keiner, der die Gläubigen vertreibt.
Vers 115: Ich bin nichts als ein deutlicher Warner.“
Vers 116: Sie sagten: „Wenn du nicht aufhörst, o Noah, dann wirst du gewiss zu den Gesteinigten gehören!“
Vers 117: Er sagte: „Mein Herr, mein Volk hat mich tatsächlich verleugnet!
Vers 118: So entscheide Du zwischen mir und ihnen mit einem Urteil und errette mich und die Gläubigen mit mir!“
Vers 119: Also retteten Wir ihn und die Seinen in der beladenen Arche.
Vers 120: Darauf ließen Wir die anderen ertrinken.
Vers 121: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 122: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Prophet Hud und sein Volk Ad
Vers 123: ˹Das Volk˺ Ad bezichtigte die Gesandten der Lüge,
Vers 124: als ihnen ihr Bruder Hud sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
Vers 125: Ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter,
Vers 126: also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 127: Und ich bitte euch um keinen Lohn, mein Lohn obliegt allein dem Herrn aller Dinge.
Vers 128: Baut ihr etwa auf jeder Anhöhe zum Vergnügen ein ˹hohes Gebäude als˺ Zeichen?
Vers 129: Und schafft ihr Gebäude in der Hoffnung, euch zu verewigen?
Vers 130: Und wenn ihr zuschlagt, schlagt ihr tyrannisch zu?
Vers 131: Fürchtet also Gott und gehorcht mir!
Vers 132: Und fürchtet den, der euch mit dem versorgte, was ihr wisst!
Vers 133: Er versorgte euch mit Vieh und Kindern
Vers 134: und Gärten und Quellen.
Vers 135: Ich befürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages.“
Vers 136: Sie erwiderten: „Es ist uns gleich, ob du uns ermahnst oder kein Prediger bist.
Vers 137: Das ˹was wir tun˺ ist doch nur der Brauch der Vorväter.
Vers 138: Und wir werden nicht gestraft werden.“
Vers 139: So leugneten sie ihn und Wir vernichteten sie. Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 140: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Prophet Salih und das Volk Thamud
Vers 141: ˹Das Volk˺ Thamud bezichtigte die Gesandten der Lüge,
Vers 142: als ihnen ihr Bruder Salih sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
Vers 143: Ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter,
Vers 144: also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 145: Und ich bitte euch um keinen Lohn, mein Lohn obliegt allein dem Herrn aller Dinge.
Vers 146: Werdet ihr etwa hier ˹im Diesseits˺ in Frieden gelassen?
Vers 147: In Gärten und Quellen
Vers 148: und Äckern und Palmgärten, deren Fruchtrispen biegsam sind?
Vers 149: Und ihr meißelt aus den Bergen geschickt Häuser.
Vers 150: Also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 151: Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen,
Vers 152: die auf Erden Unheil stiften und nicht recht handeln!“
Vers 153: Sie sagten: „Du bist doch nur einer der Verhexten!
Vers 154: Du bist doch nur ein Mensch wie wir. Bring uns doch ein Zeichen, wenn du denn die Wahrheit sagst!“
Vers 155: Er sagte: „Dies ist eine Kamelstute, die eine Tränkzeit hat, und ihr habt die Tränke an einem ˹euch˺ bekannten Tag.
Vers 156: Und fügt ihr keinen Schaden zu, sonst ergreift euch die Strafe eines gewaltigen Tages!“
Vers 158: Da packte sie die Strafe. Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 159: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Prophet Lot und sein Volk
Vers 160: Das Volk Lots bezichtigte die Gesandten der Lüge,
Vers 161: als ihnen ihr Bruder Lot sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
Vers 162: Ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter,
Vers 163: also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 164: Und ich bitte euch um keinen Lohn, mein Lohn obliegt allein dem Herrn aller Dinge.
Vers 165: Verkehrt ihr etwa mit den Männern unter den Geschöpfen?
Vers 166: Und lasst ihr von dem ab, was euch euer Herr an Frauen erschuf? Vielmehr seid ihr ein übertreterisches Volk!“
Vers 167: Sie erwiderten: „Wenn du nicht aufhörst, o Lot, wirst du zu den Vertriebenen gehören!“
Vers 168: Er entgegnete: „Ich bin gewiss einer, der eure Tat verabscheut.
Vers 169: Herr, verschone mich und meine Familie vor dem, was sie tun!“
Vers 170: Und so erretteten Wir ihn und seine Familie allesamt,
Vers 172: Sodann zerschlugen Wir die übrigen
Vers 173: und ließen über ihnen einen Steinregen abregnen. Und schlimm ist der Regen der Gewarnten!
Vers 174: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 175: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Prophet Schuaib und sein Volk
Vers 177: als ihnen Schuaib sagte: „Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
Vers 178: Ich bin euch ein vertrauenswürdiger Gesandter,
Vers 179: also fürchtet Gott und gehorcht mir!
Vers 180: Und ich bitte euch um keinen Lohn, mein Lohn obliegt allein dem Herrn aller Dinge.
Vers 181: Gebt volles Maß und gehört nicht zu denjenigen, die ˹anderen˺ Verlust verursachen!
Vers 182: Und wiegt mit dem gerechten Maß!
Vers 183: Enthaltet den Menschen nicht ihre Sachen vor und richtet auf Erden kein Unheil an!
Vers 184: Und fürchtet den, der euch und die ersten Generationen erschuf!“
Vers 185: Sie sagten: „Du bist doch nur einer der Verhexten!
Vers 186: Du bist doch nur ein Mensch wie wir. Und wir glauben, dass du ein Lügner bist!
Vers 187: So lass doch den Himmel über uns in Stücken herabstürzen, wenn du denn die Wahrheit sagst!“
Vers 188: Er sagte: „Mein Herr weiß am besten, was ihr tut!“
Vers 189: Und so verleugneten sie ihn, also ergriff sie die Strafe des Tages der finsteren Wolke. Es war die Strafe eines gewaltigen Tages.
Vers 190: Darin ist gewiss ein Zeichen, doch die meisten unter ihnen waren nicht gläubig.
Vers 191: Und dein Herr ist ganz gewiss der Ehrwürdige und Barmherzige.
Warnung für Leugner, Verheißung für Gläubige
Vers 192: Und er (der Koran) ist wahrhaftig das vom Herrn aller Dinge Herabgesandte,
Vers 193: mit ihm kam der vertrauenswürdige Geist ˹Gabriel˺ herab
Vers 194: zu deinem Herzen, damit du ˹o Muhammad˺ einer der Warner seist,
Vers 195: in deutlicher arabischer Sprache.
Vers 196: Und er (der Koran) ist bereits in den ersten Offenbarungsschriften ˹erwähnt˺.
Vers 197: Hatten sie denn kein Zeichen darin, dass ihn die Gelehrten der Kinder Israels kannten?
Vers 198: Und hätten Wir ihn (den Koran) zu irgendeinem Nichtaraber herabgesandt
Vers 199: und hätte er ihn ihnen (den Arabern) vorgetragen, so hätten sie nicht an ihn geglaubt.
Vers 200: So brachten Wir ihn in die Herzen der Übeltäter.
Vers 201: Sie glauben erst daran, wenn sie die schmerzhafte Strafe sehen,
Vers 202: die sie plötzlich aufsucht, ohne dass sie es merken.
Vers 203: Dann sagen sie: „Bekommen wir Aufschub?“
Vers 204: Wünschen sie sich denn Unsere Strafe eilig herbei?
Vers 205: Was denkst du: Wenn Wir sie jahrelang genießen lassen
Vers 206: und sie dann aufsucht, was ihnen angedroht wurde,
Vers 207: was nützt ihnen dann das, womit sie vergnügt lebten?
Vers 208: Und Wir haben keinen Ort vernichtet, der nicht Warner gehabt hätte,
Vers 209: als Ermahnung. Und Wir waren keine Tyrannen.
Vers 210: Und ihn (den Koran) haben nicht die Satane herabgebracht,
Vers 211: und es steht ihnen weder zu noch können sie es.
Benehmen des zum Glauben Aufrufenden
Vers 213: So rufe neben Gott keine andere Gottheit an, sonst gehörst du zu den Gestraften!
Vers 214: Und warne deine nächsten Verwandten!
Vers 215: Und habe Mitgefühl mit den Gläubigen, die dir folgen!
Vers 216: Wenn sie sich dir jedoch widersetzen, sag ˹ihnen˺: „Ich habe gewiss nichts mit dem zu schaffen, was ihr tut!“
Vers 217: Und verlass dich auf den Ehrwürdigen und Barmherzigen,
Vers 218: der dich sieht, wenn du ˹zum Gebet˺ aufstehst,
Vers 219: und ˹auch˺ dein Verweilen unter den sich Niederwerfenden ˹sieht˺!
Vers 220: Er ist ja gewiss der Allhörende und Allwissende.
Widerlegung der Vorwürfe gegen Muhammad ﷺ
Vers 221: Soll ich euch nicht berichten, zu wem die Satane herabkommen?
Vers 222: Sie kommen zu jedem üblen Verleumder herab.
Vers 223: Sie werfen ihm das Gehörte zu, und die meisten von ihnen sind Lügner.
Vers 224: Und den Dichtern folgen die Verirrten.
Vers 225: Siehst du nicht, dass sie sich über jede Kleinigkeit auslassen
Vers 226: und sagen, was sie gar nicht tun?
Vers 227: Bis auf diejenigen ˹Dichter˺ die glauben, rechtschaffene Taten verrichten, Gottes häufig gedenken und ˹den Gläubigen˺ beistehen, nachdem ihnen Unrecht geschah. Und diejenigen, die unrecht handelten, werden noch wissen, welchem Ende sie entgegengehen!