An-Naml

An-Naml

Die Ameise

Botschaft des Korans

Vers 1: Ta, Sin!1 Dies sind die Verse des Korans und eines deutlichen Buches.

  1. 1 Arabische Buchstaben, siehe Kommentar zu 2:1.

Vers 2: Eine Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen,

Vers 3: die das Gebet ˹in Ehren˺ einhalten und die Zakat entrichten – sie sind es, die vom Jenseits überzeugt sind.

Vers 4: Denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir ihre Taten schön erscheinen lassen, sodass sie vor sich umherirren.

Vers 5: Jene sind es, denen das Übel der Strafe zusteht, und sie sind es, die im Jenseits die größten Verlierer sein werden.

Vers 6: Und du ˹o Muhammad˺ empfängst wahrhaftig den Koran selbst von einem Allweisen und Allwissenden.

Moses im Tal Tuwa

Vers 7: ˹Erinnere dich daran,˺ als Moses zu seiner Familie sagte: „Ich habe gewiss ein Feuer wahrgenommen. Ich werde euch von ihm Nachrichten oder ein glimmendes Holzscheit bringen, damit ihr euch vielleicht aufwärmen könnt.“

Vers 8: Doch als er bei ihm (dem Feuer) angekommen war, wurde er ˹von Gott˺ gerufen. Gesegnet ist, wer im Feuer und um es herum ist.2 Und Gott, der Herr aller Dinge, ist ˹über jeden Makel˺ erhaben!

  1. 2 Gemeint sind Engel, die anwesend waren.

Vers 9: „O Moses! Ich bin wahrhaftig der ehrwürdige und allweise Gott!

Vers 10: Und wirf deinen Stab!“ Als er sah, wie er sich wand, als sei er eine flinke Schlange, floh er, ohne sich umzuschauen. „O Moses! Fürchte dich nicht! Bei Mir fürchten sich die Gesandten nicht.

Vers 11: Aber wer Übles tat und dann mit Schönem das Schlechte wiedergutmacht – dann bin Ich wahrlich vergebend und barmherzig.

Vers 12: Und stecke deine Hand in deinen Gewandschlitz, so kommt sie weiß hervor, ohne krank zu sein – eines von neun Zeichen3 für den Pharao und sein Volk. Sie waren ja ein unverschämt sündiges Volk.

  1. 3 Die neun Wunder Moses’ sind in der Fußnote zu 17:101 genannt.

Vers 13: Als Unsere Zeichen sichtbar zu ihnen gelangten, sagten sie: „Dies ist offenkundige Zauberei!“

Vers 14: Und sie leugneten sie tyrannisch und hochmütig, obwohl ihr Inneres ˹vom Glauben˺ überzeugt war. Sieh also, wie es den Unheilstiftern letztendlich erging!

David und Salomon: Gottes Gnade

Vers 15: Und Wir gaben David und Salomon wahrhaftig Wissen. Beide sagten: „Das Lob gebührt Gott, der uns vor vielen Seiner gläubigen Diener bevorzugte.“

Vers 16: Und Salomon trat Davids Erbe an. Er sagte: „O Menschen! Uns wurde die Vogelsprache gelehrt, und wir wurden mit allen Dingen beschert. Das ist wahrhaftig der eindeutige Vorzug.“

Vers 17: Und für Salomon wurden seine Truppen von Dschinn, Menschen und Vögeln versammelt, in Reihen geordnet.

Vers 18: Und als sie beim Ameisental ankamen, sagte eine Ameise: „O Ameisen! Betretet eure Behausungen, damit euch ja nicht Salomon und seine Truppen zerstampfen, ohne es zu merken!“

Vers 19: Er lächelte erheitert über ihre Worte und sagte: „Herr, ermögliche mir, Dir für Deine Gnade zu danken, die Du mir und meinen Eltern gewährt hast, und Gutes zu tun, mit dem Du zufrieden bist! Und lass mich durch Deine Barmherzigkeit zu Deinen rechtschaffenen Dienern gehören!“

Vers 20: Und er suchte nach dem Vogel, also sagte er: „Warum sehe ich den Wiedehopf nicht? Oder gehört er zu den Abwesenden?

Salomon und der Wiedehopf

Vers 21: Ich werde ihn gewiss heftig strafen oder ihn schlachten, es sei denn, er bringt mir einen klaren Grund!“

Vers 22: Doch er weilte gar nicht weit entfernt und sagte sogleich: „Ich habe erfahren, was dir entgangen ist! Und ich habe dir aus Saba eine sichere Nachricht gebracht.

Vers 23: Ich habe eine Frau4 gefunden, die über sie herrscht, und sie wurde mit allen Dingen beschert und hat einen gewaltigen Thron.

  1. 4 Gemeint ist die Königin von Saba.

Vers 24: Ich fand heraus, dass sie und ihr Volk sich vor der Sonne statt vor Gott niederwerfen. Und der Satan hat ihnen ihre Taten schöngeredet und sie so vom Weg abgebracht, sodass sie nicht rechtgeleitet werden,

Vers 25: damit sie sich nicht für Gott niederwerfen, der das Verborgene in den Himmeln und auf Erden hervorbringt und weiß, was sie verheimlichen und was sie offenlegen.

Vers 26: Gott – es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Ihm! Er ist der Herr des gewaltigen Throns.“

Vers 27: Er (Salomon) sagte: „Wir werden sehen, ob du die Wahrheit gesagt hast oder ein Lügner warst.

Vers 28: Nimm dieses Buch von mir mit und wirf es bei ihnen ab! Dann lass sie allein und schau, wie sie reagieren!“

Bilkis antwortet auf Salomons Brief

Vers 29: Sie5 sagte: „O Gefolge! Mir wurde eine edle Schrift zugeworfen!

  1. 5 Gemeint ist Bilkis, die Königin von Saba.

Vers 30: Sie ist von Salomon und lautet: ‚Mit dem Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

Vers 31: Erhebt euch nicht über mich und kommt ergeben6 zu mir!‘“

  1. 6 Hiermit kann gemeint sein, dass sie sich unterwerfen oder den Islam annehmen.

Vers 32: Sie sagte: „O Gefolge! Beratet mich in meiner Angelegenheit! Ich würde nie eine Sache beschließen, bis ihr anwesend seid.“

Vers 33: Sie antworteten: „Wir sind mächtig und haben eine gewaltige Streitmacht. Die Entscheidung liegt bei euch, so schaut, was ihr befehlt!“

Vers 34: Sie sagte: „Wenn die Könige einen Ort betreten, zerstören sie ihn und machen die ehrbaren Einwohner zu Unterworfenen. So tun sie es.

Vers 35: Ich werde ihnen also ein Geschenk schicken und abwarten, womit die Boten zurückkommen.“

Vers 36: Als er (der Bote) ˹mit dem Geschenk˺ bei Salomon ankam, fragte ˹Salomon ihn˺: „Wollt ihr mir etwa Reichtum anbieten? Was Gott mir gegeben hat, ist besser als das, was Er euch gegeben hat. Vielmehr erfreut ihr euch an eurem Geschenk!

Vers 37: Kehre zu ihnen zurück! Wir werden zu ihnen mit Truppen losziehen, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Und wir werden sie von dort als kleinmütige Unterworfene vertreiben!“

Bilkis nimmt den Eingottglauben an

Vers 38: Er (Salomon) sagte: „O Gefolge! Wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie untergeben zu mir kommen?“

Vers 39: Ein gerissener Dschinn sagte: „Ich bringe ihn dir, bevor du von deinem Platz aufstehst! Und ich bin kräftig und zuverlässig genug dafür.“

Vers 40: Derjenige, der Wissen über das Buch hatte,7 sagte: „Ich bringe ihn dir, bevor du dein Auge wieder öffnest.“ Als er ihn vor sich sah, sagte er: „Das ist Teil der Güte meines Herrn, um mich zu prüfen, ob ich dankbar bin oder leugne. Und wer dankbar ist, dankt zu seinen Gunsten. Doch wer leugnet – Gott ist ja ˹seines Danks˺ unbedürftig und edel!“

  1. 7 Es handelte sich um einen wissenden Menschen unter den Gefolgsleuten Salomons.

Vers 41: Er sagte: „Macht ihr ihren Thron unkenntlich, dann schauen wir, ob sie den Weg findet oder zu denen gehört, die nicht den Weg finden.“

Vers 42: Als sie ˹bei Salomon˺ ankam, fragte ˹sie˺ jemand : „Sieht so euer Thron aus?“ Sie antwortete: „Als ob er es wäre!“ ˹Salomon sagte:˺ „Uns wurde das Wissen vor ihr gegeben und wir waren bereits ˹Gott˺ ergeben.“

Vers 43: Und sie hielt ˹vom Glauben˺ ab, was sie neben Gott anbetete. Sie gehörte ja zu einem ˹den Eingottglauben˺ leugnenden Volk.

Vers 44: Jemand sagte ihr: „Betritt den Palast!“ Als sie ihn sah, hielt sie ihn (den Boden) für eine Wasserfläche, also entblößte sie ihre Waden. Er (Salomon) sagte: „Es ist ein fester Palast aus Glas.“ Sie erwiderte: „Herr, ich habe mir selbst Unrecht zugefügt und mich ˹nun˺ – gemeinsam mit Salomon – Gott, dem Herrn aller Dinge, hingegeben.“

Prophet Salih und das Volk Thamud

Vers 45: Und Wir entsandten wahrhaftig zu ˹dem Volk˺ Thamud ihren Bruder Salih: „Auf dass ihr Gott anbetet!“ Doch sie wurden zu zwei Gruppen, die sich stritten.

Vers 46: Er sagte: „Mein Volk, warum wünscht ihr euch das Schlechte (Gottes Strafe) eiliger herbei als das Gute (Gottes Barmherzigkeit)? Wenn ihr doch nur Gott um Vergebung bittet, auf dass euch wohl Barmherzigkeit widerfährt!“

Vers 47: Sie sagten: „Wir sehen in dir und den Deinen ein böses Omen.“ Er entgegnete: „Euer Omen liegt in Gottes Bestimmung.8 Vielmehr seid ihr Leute, die geprüft werden!“

  1. 8 Dies bedeutet, dass jedermanns Schicksal allein Gottes Macht unterliegt, sodass der Glaube an Omen falsch ist.

Vers 48: In der Stadt waren neun Leute, die auf Erden Unheil stifteten und nicht recht handelten.

Vers 49: Sie sagten: „Schwört zusammen bei Gott, dass ihr ihm und seiner Familie nachts etwas antut! Dann werden wir gewiss zu seinem Verwandten sagen: ‚Wir waren beim Untergang seiner Familie nicht zugegen, und wir sagen gewiss die Wahrheit!‘“

Vers 50: Und so schmiedeten sie einen Plan und Wir schmiedeten einen Plan, ohne dass sie es bemerkten.

Vers 51: Schau also, wie es letztendlich um ihre List stand: Wir vernichteten wahrhaftig sie und ihr Volk allesamt.

Vers 52: Dort sind ihre Häuser nun entvölkert, weil sie übertreterisch waren. Darin ist gewiss ein Zeichen für Leute, die wissen.

Vers 53: Und Wir retteten diejenigen, die stets glaubten und gottesfürchtig waren.

Lot und sein Volk

Vers 54: Und ˹denke an˺ Lot, als er zu seinem Volk sagte: „Begeht ihr etwa die Schandtat, obwohl ihr einsichtig seid?!

Vers 55: Verkehrt ihr etwa aus Begierde mit den Männern statt mit den Frauen? Vielmehr seid ihr ein Volk, das ignorant ist.“

Vers 56: Die Antwort seines Volkes war allein, dass sie sagten: „Vertreibt Lots Familie aus eurem Ort! Sie sind ja Leute, die sich reinhalten!“9

  1. 9 Die Begründung mag verwirren, doch sie beschwerten sich darüber, dass Lot und die Gläubigen die Reinheitsgebote einhielten und den Analverkehr verboten. Das störte die Ungläubigen in Lots Volk, sie spotteten über die Reinheitsgebote der Gläubigen.

Vers 57: Dann retteten Wir ihn und seine Familie, bis auf seine Frau. Wir bestimmten, dass sie zu den Dahingeschiedenen gehörte.

Vers 58: Und Wir ließen über ihnen einen Steinregen abregnen. Und schlimm ist der Regen der Gewarnten!

Beweise für die Einzigartigkeit und Allmacht Gottes

Vers 59: Sag: „Das Lob gebührt Gott, und Frieden sei mit Seinen Dienern, die Er auserwählte!“ Ist etwa Gott besser oder das, was sie ˹Ihm˺ beigesellen?

Vers 60: Oder wer erschuf die Himmel und die Erde und sandte für euch vom Himmel Wasser herab, mit dem Wir sogleich Gärten voll Pracht wachsen ließen? Ihr wärt nie dazu fähig, ihre Bäume wachsen zu lassen. Gibt es also eine Gottheit neben Gott? Vielmehr sind sie Leute, die ˹vom Rechten˺ abweichen.

Vers 61: Oder wer ist es, der die Erde zu einem festen Ort machte, sie mit Flüssen durchziehen ließ, für sie Anker (Berge) erschuf und zwischen den beiden Gewässern eine Scheidewand erschuf? Gibt es also eine Gottheit neben Gott? Vielmehr wissen die meisten unter ihnen nichts.

Vers 62: Oder wer ist es, der den Notleidenden erhört, wenn er Ihn ruft, und ihm das Übel nimmt? Und Er macht euch zu Nachfolgern auf Erden. Gibt es also eine Gottheit neben Gott? Wenig erinnert ihr euch!

Vers 63: Oder wer ist es, der euch in den Finsternissen an Land und im Wasser den Weg zeigt und die Winde als frohe Botschaft kurz vor Seiner Barmherzigkeit entsendet? Gibt es also eine Gottheit neben Gott? Erhaben ist Er über das, was sie ˹Ihm˺ beigesellen!

Vers 64: Oder wer ist es, der die Schöpfung beginnt und später wiederherstellt?10 Und wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde? Gibt es also eine Gottheit neben Gott? Sag ˹ihnen˺: „Zeigt doch euren Beweis, wenn ihr die Wahrheit sagt!“

  1. 10 Mit dem Beginn ist die erste Erschaffung gemeint, mit der Wiederherstellung die jenseitige Wiederholung der Schöpfung nach dem Tod und Zerfall.

Das Verborgene kennt nur Gott

Vers 65: Sag: „Niemand kennt das Verborgene in den Himmeln und auf Erden außer Gott.“ Und sie erahnen nicht, wann sie auferweckt werden.

Vers 66: Vielmehr sind sie mit ihrem Wissen über das Jenseits am Ende. Nein, sie sind im Zweifel darüber. Vielmehr sind sie ihm gegenüber blind.

Leugner glauben nicht an die Auferstehung

Vers 67: Und diejenigen, die leugnen, sagen: „Wenn wir und unsere Vorväter zu Staub geworden sind, werden wir dann etwa ˹aus den Gräbern˺ herausgeholt?

Vers 68: Dies wurde uns und unseren Vorvätern schon zuvor angedroht! Das sind doch nur Märchen der Vorfahren!“

Vers 69: Sag ˹ihnen˺: „Reist auf Erden umher und schaut, wie es den Übeltätern letztendlich erging!“

Vers 70: Und trauere nicht um sie und sei nicht bedrückt wegen der Listen, die sie planen!

Vers 71: Und sie (die Leugner) sagen: „Wann erfüllt sich denn dieses Versprechen (der Jüngste Tag), wenn ihr denn ehrlich seid?“

Vers 72: Sag ˹ihnen˺: „Vielleicht sitzt euch schon etwas von dem, was ihr euch eilig herbeiwünscht, im Nacken!“11

  1. 11 Dies bedeutet, dass der Prophet ﷺ den Polytheisten in Mekka sagte: Bald werden einige Leugner einen Vorgeschmack der Strafe sehen, die sie sich so eilig herbeiwünschen, weil sie nicht daran glauben. Sie werden die Engel sehen und die Strafe im Grab erfahren, sobald die Ersten von ihnen in der Schlacht bei Badr fallen.

Vers 73: Und dein Herr ist voller Güte gegenüber den Menschen, doch die meisten sind nicht dankbar.

Vers 74: Und dein Herr weiß wohl, was ihre Herzen verbergen und was sie offenlegen.

Vers 75: Und jedes verborgenste Ding im Himmel und auf Erden ist in einem deutlichen Buch ˹verzeichnet˺.12

  1. 12 Mit diesem Buch ist das Urbuch gemeint, in dem Gott vor dem Beginn der Schöpfung alles bis zum Ende der Welt verzeichnete.

Der Koran klärt auf

Vers 76: Dieser Koran erzählt über die Kinder Israels die meisten Dinge, in denen sie sich uneins sind.

Vers 77: Und er ist ja gewiss eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.

Vers 78: Dein Herr urteilt gewiss zwischen ihnen mit Seinem Urteil. Und Er ist der Ehrwürdige und Allwissende.

Vers 79: So verlass dich auf Gott! Du bist ja auf dem Weg der eindeutigen Wahrheit!

Vers 80: Du kannst dir bei den Toten kein Gehör verschaffen und die Tauben den Ruf nicht hören lassen, wenn sie sich abgewendet haben.

Vers 81: Und du bist nicht derjenige, der die ˹im Glauben˺ Blinden aus ihrem Irrtum herausführt. Du kannst dir nur bei demjenigen Gehör verschaffen, der an Unsere Zeichen glaubt, und bei denjenigen, die sich ˹Gott˺ hingeben.

Vorzeichen des Weltendes

Vers 82: Doch wenn sie einst der Befehl13 überrascht, bringen Wir ihnen ein Tier hervor, das sie darauf anspricht,14 ob die Leute von Unseren Zeichen überzeugt waren.

  1. 13 Gemeint ist Gottes Befehl, dass der Tag der Auferstehung heranbricht. Im Islam werden viele Zeichen für das Nahen des Jüngsten Gerichts überliefert.
  2. 14 Das sprechende Tier ist eines der Zeichen, die sich unmittelbar vor dem Jüngsten Gericht ereignen. Es handelt sich um ein Tier, das Menschen in ihrer Sprache anspricht und ihnen mitteilt, ob sie gläubig oder ungläubig sind.

Vers 83: Und ˹denke an˺ den Tag, an dem Wir von jeder Gemeinschaft Gruppen versammeln, die Unsere Zeichen verleugneten, sodass sie umzingelt und fortgeschleppt werden.

Vers 84: Wenn sie dann ankommen, wird Er sagen: „Habt ihr etwa Meine Zeichen verleugnet, obwohl ihr kein umfassendes Wissen darüber hattet, oder was habt ihr getan?“

Vers 85: Da erging das Urteil ˹der Strafe˺ über sie, weil sie übeltäterisch waren, sodass sie nichts äußern ˹können˺.

Sinn von Tag und Nacht

Vers 86: Haben sie denn nicht erkannt, dass Wir die Nacht erschufen, damit sie darin ruhen, und ˹dass Wir˺ den Tag für die klare Sicht erschufen? Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die glauben.

Beschreibung des Jüngsten Tages

Vers 87: Und ˹denke an˺ den Tag, an dem in die Posaune gestoßen wird, sodass erschrickt, wer in den Himmeln und auf Erden ist, bis auf den, für den Gott es ˹anders˺ will. Und ein jeder wird kleinmütig zu Ihm gehen.

Vers 88: Und du siehst die Berge – du hältst sie für fest, doch sie eilen dahin wie die Wolken. ˹Betrachtet˺ das Werk Gottes, der alles perfekt machte! Er weiß ja darüber Bescheid, was ihr tut.

Menschen werden im Jenseits nach Taten behandelt

Vers 89: Wer ˹im Jenseits˺ mit der guten Tat ˹des Glaubens˺ ankommt, der erhält Besseres als sie, und sie werden vor dem Schrecken jenes Tages sicher sein.

Vers 90: Und wer mit der üblen Tat ˹des Unglaubens˺ ankommt – ihre Gesichter werden ins Feuer geworfen. Wird euch denn ˹nicht˺ lediglich vergolten, was ihr getan habt?

Alleinige Anbetung Gottes

Vers 91: ˹Sag, o Prophet:˺ „Mir wurde nur befohlen, den Herrn jenes Ortes (Mekkas) anzubeten, der diesen für unantastbar erklärte und dem alles gehört. Und mir wurde befohlen, dass ich zu den Muslimen gehöre

Vers 92: und den Koran rezitiere.“ Wer also rechtgeleitet wird, der ist zu seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wer abirrt, dem sag: „Ich bin nur ein Warner.“

Vers 93: Und sag: „Das Lob gebührt Gott. Er wird euch Seine Zeichen zeigen, sodass ihr sie erkennt.“ Und dein Herr ist nicht unachtsam demgegenüber, was ihr tut.

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