Al-Hasr

Al-Hasr

Die Versammlung

Alle Geschöpfe lobpreisen Gott

Vers 1: Es lobpreist Gott, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.

Verbannung der Sippe Banu Nadir

Vers 2: Er ist es, der diejenigen unter den Anhängern der Buchreligionen, die leugnen, aus ihren Häusern zur ersten Versammlung vertrieb. Ihr glaubtet, dass sie niemals herauskommen würden. Und sie glaubten, dass sie ihre Festungen vor Gott schützen würden. Doch dann brachte ihnen Gott etwas entgegen, womit sie nicht gerechnet hatten, und flößte ihnen in ihren Herzen Angst ein. Sie zerstören ihre Häuser mit eigenen Händen und auch noch durch die Hände der Gläubigen. Zieht also eine Lehre ˹hieraus˺, ihr Verständigen!

Vers 3: Hätte Gott nicht für sie die Verbannung bestimmt, hätte Er sie im Diesseits gestraft. Und ihnen gebührt im Jenseits die Strafe des Feuers!

Vers 4: Dies ist so, weil sie Zwietracht gegen Gott und Seinen Gesandten schürten. Und wer Zwietracht gegen Gott sät – Gott ist gewiss streng im Strafen.

Vers 5: Was ihr auch an Fruchtpalmen gefällt oder stehen gelassen habt, es geschah mit Gottes Erlaubnis und damit Er die unverschämten Sünder demütigt.

Regeln zur Beute

Vers 6: Und für das, was Gott Seinem Gesandten von ihnen an Beute bescherte, habt ihr weder Pferde noch Kamelsättel gebraucht. Vielmehr gewährt Gott Seinen Gesandten Macht über wen Er will. Und Gott hat Macht über alle Dinge.

Vers 7: Was Gott Seinem Gesandten von den Bewohnern der Orte an Beute bescherte, steht Gott, dem Gesandten, den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen und den Reisenden in Not zu, damit sie ˹die Beute˺ nicht nur zwischen den Reichen unter euch die Runde macht. Und was euch der Gesandte gibt, das nehmt an! Und was er euch verbietet, von dem lasst ab! Und fürchtet Gott! Gott ist gewiss streng im Strafen.

Vers 8: ˹Es ist˺ für die armen Auswanderer, die aus ihren Häusern und Gütern vertrieben wurden, weil sie Gottes Güte und Zufriedenheit anstreben und Gott und Seinem Gesandten beistehen. Jene sind die Ehrlichen.

Vers 9: Und diejenigen ˹Medinenser˺, die bereits vor den Auswanderern im Glauben verwurzelt waren, lieben die zu ihnen Ausgewanderten und hegen keinerlei Groll in ihren Herzen darüber, was jenen gegeben wurde. Sie stellen andere über sich, auch wenn sie in Not sind. Und wer vor seiner eigenen Habgier bewahrt bleibt – jene sind die Erfolgreichen.

Vers 10: Und diejenigen, die nach ihnen (den Medinensern) kamen, sagen: „Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben zuvorgekommen sind! Und lege in unsere Herzen keinen Groll gegen diejenigen, die stets glauben! Unser Herr, Du bist ja nachsichtig und barmherzig!“

Verschwörung der Heuchler

Vers 11: Hast du nicht jene Heuchler gesehen, wie sie zu ihren Brüdern unter den leugnenden Anhängern der Buchreligionen sagten: „Wenn ihr vertrieben werdet, werden wir mit euch weggehen. Und wir werden niemals irgendjemandem gehorchen, der gegen euch ist. Und wenn ihr bekämpft werdet, werden wir euch gewiss helfen!“? Doch Gott bezeugt, dass sie lügen.

Vers 12: Wenn sie (die Juden Medinas) vertrieben werden, werden sie (die Heuchler) nicht mit ihnen wegziehen. Wenn sie bekämpft werden, werden sie ihnen nicht beistehen. Und sollten sie ihnen doch beistehen, dann werden sie ihnen den Rücken zukehren und dann wird ihnen nicht mehr geholfen.

Vers 13: Ihr macht ihnen (den Heuchlern) gewiss mehr Angst als Gott. Dies liegt daran, dass sie Leute sind, die nichts begreifen.

Vers 14: Sie bekämpfen euch nicht als Einheit, es sei denn in umfriedeten Orten oder hinter Mauern. Die Feindschaft unter ihnen ist gewaltig. Du glaubst, sie halten zusammen, doch sind sie ein uneinsichtiges Volk. Dies liegt daran, dass sie Leute sind, die sich nicht im Zaum halten.

Vers 15: Sie gleichen denen, die kurz vor ihnen lebten. Und so kosteten sie den Schauer ihrer Untat. Und ihnen droht eine schmerzhafte Strafe.

Vers 16: Ähnlich verhält es sich mit dem Satan, als er zum Menschen sagte: „Leugne ˹Gott˺!“ Als der ˹Mensch˺ Ihn dann verleugnete, sagte der ˹Satan˺: „Ich habe mit dir nichts zu schaffen! Ich fürchte ja Gott, den Herrn aller Dinge.“

Vers 17: Und so sind sie am Ende beide im Feuer auf ewig. Und dies ist die Vergeltung für die Übeltäter.

Aufforderung zur Gottesfurcht

Vers 18: O Gläubige! Fürchtet Gott! Jede Seele soll selbst schauen, was sie für morgen (das Jenseits) vorbereitet hat! Und fürchtet Gott! Gott weiß gewiss darüber Bescheid, was ihr tut.

Vers 19: Und seid nicht wie jene, die Gott ignorierten, worauf Er sie selbst ignoriert! Jene sind die unverschämten Sünder.

Vers 20: Die Höllenbewohner und die Paradiesbewohner sind nicht gleich. Die Paradiesbewohner sind die Erfolgreichen.

Bedeutung des Korans

Vers 21: Hätten Wir diesen Koran auf einen Berg herabgesandt, so würdest du ihn demütig aus Ehrfurcht vor Gott zerspringen sehen! Und jene Gleichnisse erzählen Wir für die Menschen, damit sie nachdenken.

Gottes Eigenschaften

Vers 22: Er ist Gott, neben dem es nichts Anbetungswürdiges gibt. Der Kenner des Verborgenen und Sichtbaren. Er ist der Allerbarmer, der Barmherzige.

Vers 23: Er ist Gott, neben dem es nichts Anbetungswürdiges gibt, der König, der Heilige, der Makellose, der den Glauben Bestätigende, der Beobachter, der Allmächtige, der Gewaltige und der Stolze. Makellos erhaben ist Gott über das, was sie ˹Ihm˺ beigesellen!

Vers 24: Er ist Gott, der Schöpfer, der ˹aus dem Nichts˺ Erschaffende, der Gestalter. Ihm gebühren die edelsten Namen. Ihn lobpreist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.

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