Der Koran ist wahr
Beweise für Gottes Allmacht
Vers 2: Gott ist es, der die Himmel ohne für euch sichtbare Säulen aufbaute. Anschließend erhob Er sich über den Thron. Und Er machte die Sonne und den Mond ˹für euch˺ dienstbar. Alles eilt bis zu einer bestimmten Frist. Er plant die Dinge, Er verdeutlicht die Zeichen, damit ihr wohl vom Treffen mit eurem Herrn überzeugt seid.
Vers 3: Und Er ist es, der die Erde ausbreitete und darin die Berge verankerte und die Flüsse schuf. Und von allen Früchten bestimmte Er auf ihr (der Erde) zwei Paare.2 Er lässt den Tag und die Nacht ineinander übergehen. Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die nachdenken.
- 2 Gemeint sind Gegensatzpaare, wie männlich und weiblich, süß und sauer u. Ä. ↩
Vers 4: Und auf Erden sind nebeneinander liegende Landstücke und Gärten mit Rebstöcken, Getreide und zusammengehörenden und nicht zusammengehörenden Palmen,3 die mit demselben Wasser gegossen werden.4 Und Wir bestimmen, dass manche lieber gegessen werden als andere. Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die begreifen.
Götzenverehrer leugnen die Auferstehung
Vers 5: Und wenn du ˹o Muhammad˺ dich wundern solltest, so ist es eher verwunderlich, dass sie sagen: „Wenn wir schon zu Staub geworden sind, werden wir dann etwa neu erschaffen werden?“5 Jene sind es, die ihren Herrn leugnen. Und jene werden eiserne Fesseln um ihre Nacken tragen. Und jene sind die Insassen des Höllenfeuers. Ewig werden sie darin sein.
- 5 Gemeint ist, dass Glaubensleugner nicht nachvollziehen können, wie der Mensch im Jenseits auferstehen – also neu erschaffen – werden kann. ↩
Vers 6: Und sie wollen, dass du ihnen sofort das Negative zeigst, bevor sie das Gute erbitten,6 obwohl sich schon vor ihnen abschreckende Beispiele ereigneten. Und dein Herr ist voller Vergebung, auch wenn jene unrechtmäßig handeln. Doch dein Herr ist auch streng im Strafen.
- 6 Die Glaubensleugner wollen die Bestrafung für ihre Gottesleugnung sofort sehen, noch bevor sie Gottes Belohnung herbeiwünschen. ↩
Vers 7: Und diejenigen, die stets leugnen, sagen: „Würde ihm (Muhammad) doch ein Zeichen von seinem Herrn herabgesendet werden!“ Du ˹o Muhammad˺ bist nur ein Warner, und jedes Volk hat jemanden, der es führt.7
- 7 Dies kann sich auf den Propheten ﷺ beziehen, oder allgemein darauf, dass Gott alle Menschen führt. Außerdem kann es ein Hinweis darauf sein, dass zu jedem Volk irgendwann ein Prophet geschickt wurde. ↩
Aspekte von Gottes Wissen
Vers 9: Er ist der Kenner des Verborgenen und Sichtbaren, der Große und Erhabene.
Vers 10: ˹Bei Gott˺ ist gleich, wer unter euch insgeheim oder offen spricht und wer in der Nacht umherschleicht oder am Tag umhergeht.
Vers 11: Vor und hinter ihm (dem Menschen) sind aufeinanderfolgende Gruppen ˹von Engeln˺, die ihn auf Gottes Anweisung bewahren.9 Gott ändert die Lage eines Volkes gewiss erst, wenn es sich selbst ändert. Und wenn Gott einem Volk Übles will, kann niemand dies verhindern. Und sie haben außer Ihm keinen einzigen Beschützer.
- 9 Sie beschützen ihn und bewahren all seine Taten auf. ↩
Gottes Allmacht und Herrschaft
Vers 13: Und der Donner lobpreist Ihn, der ihm das Lob eingab, und ebenso tun es die Engel aus Ehrfurcht vor Ihm. Und Er schickt die Donnerschläge und trifft damit, wen Er will. Die Leute streiten jedoch über Gott, obwohl Er allmächtig ist.
Gleichnis über Gottes Einzigartigkeit
Vers 16: Frag ˹sie˺: „Wer ist der Herr der Himmel und der Erde?“ Sag: „Gott!“ Frag ˹sie˺: „Habt ihr für euch etwa andere Nächste als Ihn angenommen, die sich selbst weder nutzen noch schaden können?“ Frag ˹sie˺: „Gleichen sich denn der Blinde und der Sehende? Oder sind die Finsternisse und das Licht gleich?14 Oder haben sie Gott Teilhaber ˹an Seiner Göttlichkeit˺ zugeschrieben, die Geschöpfe wie die Seinen erschaffen haben, sodass sie die Schöpfungen miteinander verwechselten?“ Sag: „Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Und Er ist der Eine und ewig Siegreiche.“
- 14 Die Finsternisse stehen für den Irrglauben. Das Licht steht für den einen wahren Glauben. ↩
Gleichnis von Wahrheit und Lüge
Vers 17: Er schickte vom Himmel Wasser herab, worauf Täler nach dem ihnen angebrachten Maß dahinflossen, worauf die Flut aufgeblasenen Schaum vor sich hertrieb.15 Und aus dem ˹Metall˺, das sie im Feuer erhitzen, um Schmuck oder Nützliches herzustellen, entsteht ähnlicher Schaum (Schlacke). So erwähnt Gott das Gleichnis der Wahrheit und des Falschen. Was den Schaum angeht, der wird fortgeblasen. Und das, was den Menschen nützt, bleibt in der Erde. Ebenso erwähnt Gott die Gleichnisse.
- 15 Das Wasser steht hier für den Glauben und der Schaum für den Aberglauben. ↩
Gleichnis der Glückseligen und der Verdammten
Vers 18: Diejenigen, die der Aufforderung ihres Herrn folgen, erwartet das Schönste (das Paradies). Doch was die angeht, die Ihm nicht folgen: Selbst wenn sie alles auf Erden und noch einmal ebenso viel hätten, würden sie sich damit ˹vom Höllenfeuer˺ freikaufen wollen. Jene erwartet die schlimme Abrechnung, und ihre Zuflucht ist die Hölle. Und was für eine üble Wiege!
Vers 19: Gleicht etwa derjenige, der weiß, dass das, was zu dir ˹o Muhammad˺ von deinem Herrn herabgesandt wurde, die Wahrheit ist, dem Blinden? Doch nur vernünftige Leute lassen sich ermahnen.
Eigenschaften der Vernünftigen
Vers 20: Sie sind diejenigen, die den Bund Gottes einhalten und nicht den Vertrag brechen.
Vers 21: Und diejenigen, die einhalten, was Gott einzuhalten gebietet, ihren Herrn fürchten und sich vor der schlimmen Abrechnung fürchten.
Vers 22: Und diejenigen, die um ihres Herrn willen standhaft bleiben, das Gebet ˹in Ehren˺ einhalten, von dem, womit Wir sie versorgt haben, heimlich und öffentlich spenden und mit der guten Tat die schlechte abwehren.16 Jenen steht die schöne Bleibe zu:
- 16 Dies ist zweideutig: Einerseits erwidert der Gläubige die schlechten Taten anderer mit guten Taten (vgl. 41:34), andererseits tilgt der Gläubige seine eigenen schlechten Taten u. a. dadurch, dass er ihnen gute folgen lässt (vgl. 11:114, auch 4:17, 3:135). ↩
Vers 23: Paradiesgärten ewiger Freuden, die sie betreten, und auch diejenigen ihrer Vorväter, Ehepartner und Nachkommen, die rechtschaffen waren. Und die Engel treten zu ihnen durch jedes Tor ein ˹und sagen˺:
Vers 24: „Friede sei mit euch, weil ihr so standhaft wart!“ Wie schön ist doch die schöne Bleibe!
Eigenschaften der Verdammten
Vers 25: Doch diejenigen, die Gottes Bund brechen, nachdem sie ihn bekräftigt haben; mit dem brechen, was Gott einzuhalten gebietet, und die auf Erden Unheil stiften – auf jenen lastet der Fluch und ihnen gebührt die üble Stätte.
Göttliche Versorgung und Führung
Vers 26: Gott verteilt die Versorgung und teilt sie nach Maß ein. Doch sie erfreuten sich am diesseitigen Leben, obwohl das diesseitige Leben im Jenseits nichts als ein ˹kurzer˺ Genuss ist.
Vers 27: Und diejenigen, die leugnen, sagen: „Würde ihm (Muhammad) doch ein Zeichen von seinem Herrn offenbart werden!“ Sag ˹ihnen˺: „Gott führt in die Irre, wen Er will, und leitet den zu Sich, der sich ˹Gott˺ reuevoll zugewandt hat“ –
Vers 28: ˹diese Reuevollen sind˺ diejenigen, die bereits glauben und deren Herzen im Gedenken Gottes Ruhe finden. Allein im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe.
Vers 29: Denjenigen, die glaubten und Rechtschaffenes taten – ihnen soll es wohlergehen, und was für eine schöne Heimstatt ˹für sie bestimmt ist˺!
Eigenschaften Muhammads ﷺ
Vers 30: Und so haben Wir dich ˹o Muhammad˺ zu einer Gemeinschaft entsandt, vor der bereits Gemeinschaften dahingeschieden sind, um ihnen vorzutragen, was Wir dir offenbart haben. Doch sie leugnen den Allerbarmer!17 Sag: „Er ist mein Herr, es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn. Auf Ihn verlasse ich mich und an Ihn wende ich mich reuevoll.“
- 17 Die damaligen Mekkaner lehnten den Namen ar-Rahman ‚der Allerbarmer‘ ab. Ihn verwendeten damals vor allem arabische Christen aus dem Norden. Die Mekkaner hingegen verwendeten den Namen „Gott“ (Allah) für den Schöpfer. Hinzu kamen die Namen ihrer Götzen. ↩
Vers 31: Und ˹sie würden nicht glauben,˺ selbst wenn der Koran ein solcher wäre, durch den die Berge versetzt, die Erde zerteilt und die Toten zum Sprechen gebracht würden. Vielmehr ist die gesamte Angelegenheit bei Gott. Haben denn diejenigen, die bereits glauben, nicht begriffen, dass Gott die Menschen allesamt rechtgeleitet hätte, wenn Er wollte? Und diejenigen, die leugnen, wird wegen dem, was sie getan haben, stets ein Schlag treffen oder er wird in der Nähe ihrer Behausung niedergehen, bis Gottes Anweisung18 sich erfüllt. Gott bricht Sein Versprechen gewiss nicht.
- 18 Die „Anweisung“ bezieht sich auf das Jenseits, das mit dem Tod beginnt. ↩
Vers 32: Und es wurden bereits Gesandte vor dir ˹o Muhammad˺ verspottet, und Ich gewährte denen, die leugneten, Aufschub. Doch dann ergriff Ich sie. Wie war da Meine Strafe!
Vers 33: Ist denn nicht derjenige ˹eher der Anbetung würdig als Götzen˺, der für jede Seele mit dem sorgt, was sie vollbringt? Doch sie bestimmten für Gott Teilhaber. Sag ˹ihnen˺: „Nennt sie doch!“ Oder wollt ihr Ihm etwas erklären, wovon Er auf Erden nichts wüsste? Oder ˹benennt ihr Götzen˺ durch oberflächliche Worte? Vielmehr wurden diejenigen, die leugnen, zu ihrer ˹boshaften˺ List verlockt und vom Weg abgehalten. Und wen Gott fehlleitet, der hat keinen Führer.
Vers 34: Sie erfahren eine Strafe im diesseitigen Leben, doch ist die Strafe des Jenseits gewiss belastender. Und sie haben vor Gott keinen einzigen Beschützer.
Beschreibung des Paradieses
Vers 35: Das Ebenbild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen versprochen ist: Unter ihm fließen die Flüsse dahin, Essen ist stets vorhanden und auch Schatten. Dies ist die Bleibe derer, die gottesfürchtig sind. Und die Bleibe der Leugner ist das Höllenfeuer.
Haltung der Menschen gegenüber der Offenbarung
Vers 36: Und diejenigen (Juden und Christen), denen Wir bereits das Buch gegeben haben, freuen sich über das, was zu dir ˹an Offenbarung˺ herabgesandt wird. Und unter den Parteien gibt es manchen, der einen Teil davon leugnet. Sag ˹ihnen˺: „Mir wurde lediglich befohlen, Gott anzubeten und Ihm nichts beizugesellen. An Ihn richte ich meinen Ruf,19 und zu Ihm werde ich zurückkehren.“
- 19 Der „Ruf“ kann einerseits als Bittgebet (vgl. 1:5) und andererseits als Aufruf zum Glauben an den einen Gott verstanden werden. ↩
Aufgabe des Propheten: Verkünden der Botschaft
Vers 37: Und ebenso haben Wir ihn (den Koran) als arabisches Urteil20 herabgesandt. Und solltest du, ˹Muhammad,˺ ihren Gelüsten folgen, nach dem ˹dieses˺ Wissen zu dir gelangt ist, so hast du vor Gott weder einen Nächsten noch einen Beschützer.
- 20 Dies bedeutet: Wie auch die vorigen Bücher in anderen Sprachen offenbart wurden, so wurde der Koran auf Arabisch als Regelung und Urteilsgrundlage für die Menschen herabgesandt. Er ist daher nach den sprachlichen Regeln der damaligen Araber zu verstehen, siehe auch. 12:2, 16:103, 20:113, 26:195, 39:28, 41:3, 42:7, 43:3, 46:12. ↩
Vers 38: Und Wir haben bereits vor dir Gesandte entsandt und für sie Ehefrauen und Nachkommen bestimmt. Und keinem Gesandten stand es zu, ein Wunder zu vollbringen, es sei denn mit Gottes Erlaubnis. Jede Frist steht geschrieben.
Gott ist absolut
Vers 39: Gott löscht, was Er will, und Er lässt bestehen, ˹was Er will,˺ und bei Ihm ist der Ursprung des Buches.
Vers 40: Und wenn Wir dir (Muhammad) etwas von dem zeigen, was Wir ihnen (den Leugnern) androhen, oder dich ˹zuvor˺ sterben lassen, so obliegt dir nur die Verkündung ˹der Botschaft˺ und Uns die Abrechnung.
Vers 41: Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir die Erde aufsuchen und sie an ihren Enden schmälern?21 Und Gott urteilt – keiner kann Sein Urteil anfechten. Und Er ist schnell im Abrechnen.
- 21 Zu diesem Vers gibt es zahlreiche Deutungen: Die Glaubensgegner verlieren an Land und Einfluss, die Erde verliert Menschen oder sie verliert speziell Gelehrte, indem diese sterben. ↩
Vers 42: Und diejenigen vor ihnen schmiedeten bereits Listen, doch verfügt Gott über jede List. Er weiß, was jede Seele erwirbt. Und die Glaubensgegner werden ˹bald˺ wissen, wem die schöne Bleibe zusteht.
Vers 43: Und diejenigen, die leugnen, sagen: „Du bist nicht ˹von Gott˺ entsandt!“ Sag ˹o Muhammad˺: „Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch, und wer das Wissen des Buches hat.“