Prophezeiung: Niederlage der Byzantiner
Vers 2: Die Byzantiner wurden besiegt,
Vers 3: im nächsten Land.2 Und sie werden nach ihrer Niederlage siegen,
- 2 Die Byzantiner verloren 614 n. Chr. mehrere Schlachten gegen die Perser, was die Christen jener Zeit entmutigte. Die Polytheisten Mekkas freuten sich über den Sieg, da die Perser wie sie Polytheisten waren. Der Ausdruck „im nächsten Land“ kann auch „im niedrigsten Land“ bedeuten; die Niederlage der Byzantiner, auf die die Araber sich bezogen, war eine Schlacht in der Nähe des Toten Meers, das als tiefster Landpunkt der Erdoberfläche gilt. ↩
Vers 4: in wenigen Jahren.3 Gott bestimmt über die Angelegenheit davor und danach. Und an jenem Tag werden sich die Gläubigen freuen
- 3 Der arabische Ausdruck „fī biḍ‘i sinīn“ wird gewöhnlich mit „in wenigen Jahren“ übersetzt und bezeichnet sprachlich einen Zeitraum von etwa sechs bis neun Jahren. Im Jahr 622 n. Chr. brach der byzantinische Kaiser Herakleios von Konstantinopel zu einer Offensive auf und errang einen entscheidenden Sieg über die Perser, der die Wende im Krieg einleitete. ↩
Vers 5: über Gottes Sieg. Er verhilft zum Sieg, wem Er will. Und Er ist der Ehrwürdige und Barmherzige.
Gottes Prophezeiung ist wahr
Vers 6: ˹Dies ist˺ das Versprechen Gottes. Gott bricht Sein Versprechen nicht, doch wissen die meisten Menschen nicht.
Kurzsichtigkeit des Materialismus
Vers 7: Sie kennen nur Oberflächliches über das diesseitige Leben, doch sind sie gegenüber dem Jenseits ahnungslos.
Aufruf zum Nachdenken über die Schöpfung
Vers 8: Haben sie denn nicht über sich selbst nachgedacht? Gott erschuf doch die Himmel, die Erde und das, was zwischen beiden ist, allein in Wahrheit und bis zu einer genannten Frist. Doch viele unter den Menschen sind Leugner des Treffens mit ihrem Herrn.
Vers 9: Sind sie denn nicht auf Erden umhergereist und haben sie nicht gesehen, wie es denen vor ihnen erging? Sie waren mächtiger als sie, pflügten die Erde um und bebauten sie mehr, als diese ˹Menschen des Stammes Quraisch˺ sie bebauten, und ihnen überbrachten ihre Gesandten die klaren Beweise. Und Gott würde ihnen kein Unrecht antun, vielmehr fügten sie sich selbst Unrecht zu.
Vers 10: Und so war das Ende derer, die übel handelten, das Übel, weil sie Gottes Zeichen leugneten und stets darüber spotteten.
Auferstehung im Jenseits
Vers 12: Und am Tag, an dem die Stunde anbricht, verzweifeln die Übertreter.
Vers 13: Und sie haben unter ihren Teilhabern wahrhaftig keine Fürsprecher und sie werden gewiss ihre Teilhaber leugnen.
Vers 14: Und am Tag, an dem die Stunde anbricht – an jenem Tag trennen sie sich.
Vers 15: Diejenigen, die glaubten und Rechtschaffenes taten, die werden sich in einem Garten erfreuen.
Vers 16: Doch diejenigen, die leugneten und Unsere Zeichen und das Treffen im Jenseits verleugneten – jene werden in die Strafe gebracht.
Gott ist über jeden Makel erhaben
Vers 17: Erhaben ˹über jeden Makel˺ ist also Gott, wenn ihr den Abend und den Morgen erlebt!
Vers 18: Und Ihm gebührt das Lob in den Himmeln wie auf Erden und nachmittags und wenn es für euch Mittag wird.
Vers 19: Er bringt das Lebendige aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen hervor und belebt die Erde, nachdem sie abgestorben ist. Und ebenso werdet ihr hervorgeholt.
Gottes Wunder in der Natur
Vers 20: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus Staub erschuf. Dann wart ihr plötzlich Menschen und breitetet euch aus.
Vers 21: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er für euch Partner aus euch selbst erschuf, damit ihr bei ihnen Ruhe findet. Und Er erschuf zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit. Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die nachdenken.
Vers 22: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er für euch die Himmel, die Erde und die Unterschiede zwischen euren Sprachen und Farben erschuf. Darin sind gewiss Zeichen für die Wissenden.
Vers 23: Und zu Seinen Zeichen gehören euer Schlaf in der Nacht und am Tag und euer Streben nach Seiner Güte. Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die hören.
Vers 24: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch den Blitz in Furcht und Verlangen zeigt und vom Himmel Wasser reichlich herabsendet und damit sogleich die Erde belebt, die bereits abgestorben war. Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die begreifen.
Vers 25: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass der Himmel und die Erde durch Seinen Befehl bestehen. Wenn Er euch später ˹am Jüngsten Tag˺ aus der Erde ruft, werdet ihr plötzlich herausgeholt.
Vers 26: Ihm gehört, was in den Himmeln und auf Erden ist. Jeder ist Ihm demütig ergeben.
Vers 27: Und Er ist es, der die Schöpfung beginnt und später ˹bei der Auferstehung˺ wiederholt, und dies ist für Ihn noch leichter. Und Er hat die höchsten Eigenschaften in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist der Ehrwürdige und Allweise.
Gleichnis für Gottes Einzigartigkeit
Vers 28: Er erzählte euch ein Gleichnis aus eurem ˹eigenen Leben˺: Habt ihr unter den ˹Leibeigenen˺, die eure Rechte besitzt, Teilhaber an dem, womit Wir euch versorgt haben? Seid ihr also ebenbürtig und fürchtet ihr sie so, wie ihr euch vor euresgleichen fürchtet? So legen Wir die Zeichen für Leute dar, die begreifen.
Vers 29: Vielmehr folgen diejenigen, die Unrecht taten, ohne Wissen ihren Gelüsten. Wer also leitet denjenigen recht, den Gott in die Irre führt? Und sie haben keinen einzigen Helfer.
Religion der natürlichen Veranlagung
Vers 30: So richte dein Gesicht korrekt nach der Religion aus – der natürlichen Veranlagung, die Gott den Menschen von Beginn an gab. Niemand darf die Schöpfung Gottes ändern! Dies ist die korrekte Religion. Doch die meisten Menschen wissen es nicht.
Vers 31: Wendet euch Ihm in Reue zu, und fürchtet Ihn, haltet das Gebet ˹in Ehren˺ ein und gehört nicht zu den Götzendienern;
Vers 32: zu denen, die ihre Religion zum Streitthema machten und ˹gespaltene˺ Gruppierungen waren. Jede Partei ist über das, was sie hat, erfreut.
Halbherziger Glaube
Vers 33: Und wenn die Menschen Schaden berührt, bitten sie ihren Herrn und wenden sich Ihm in Reue zu. Wenn Er sie dann eine Barmherzigkeit von Ihm kosten lässt, gesellt plötzlich eine Gruppe unter ihnen ihrem Herrn ˹andere Götter˺ bei,
Vers 34: sodass sie leugnen, was Wir ihnen gaben. Genießt also, ihr werdet es einst erfahren!
Vers 35: Oder haben Wir ihnen eine Berechtigung herabgesandt, die verkündet, was sie ˹Gott˺ beigesellten?
Vers 36: Und wenn Wir die Menschen eine Barmherzigkeit kosten lassen, freuen sie sich darüber. Doch wenn sie Schlechtes wegen dem trifft, was ihre Hände vollbrachten, verzweifeln sie plötzlich.
Vers 37: Haben sie denn nicht gesehen, dass Gott die Versorgung ˹reichlich˺ austeilt, für wen Er will, und ˹sie˺ bemisst? Darin sind gewiss Zeichen für Leute, die glauben.
Aufforderung zur Spende
Vers 38: Gib also den Verwandten ihr Anrecht und auch dem Bedürftigen und dem Reisenden in Not! Jenes ist besser für diejenigen, die Gottes Wohlgefallen anstreben. Und jene sind die Erfolgreichen.
Vers 39: Und was ihr an Zins gebt, damit er das Vermögen der Menschen anreichert, das nimmt bei Gott nicht zu. Und was ihr an Zakat gebt und im Streben nach Gottes Wohlgefallen – jene sind die ˹den Lohn˺ Vermehrenden.
Vers 40: Gott ist es, der euch erschuf, dann versorgte, euch später sterben lässt und daraufhin zum Leben erwecken wird. Ist unter euren Teilhabern (Götzen) irgendjemand, der davon irgendetwas tut? Makellos und erhaben ist Er über das, was sie ˹Ihm˺ beigesellen!
Schaden durch Unrecht
Vers 41: Das Unheil wurde an Land und im Wasser wegen dem sichtbar, was die Hände der Menschen begingen, damit Er sie etwas von dem kosten lässt, was sie taten, damit sie wohl umkehren.
Vers 42: Sag: „Reist doch auf Erden umher und schaut, wie es denen zuvor erging!“ Die meisten unter ihnen waren Götzendiener.
Vers 43: So richte dein Antlitz aufrichtig nach der korrekten Religion aus, bevor ein Tag anbricht, an dem kein Ausweg von Gott mehr ˹möglich˺ ist! An jenem Tag werden sie klar getrennt.
Vers 44: Wer leugnete, auf dem lastet seine Glaubensleugnung. Und wer Rechtschaffenes tat, der ebnete für sich selbst den Weg,
Vers 45: damit Er es denjenigen aus Seiner Güte entlohnt, die glaubten und Rechtschaffenes taten. Er liebt ja die Leugner nicht.
Zeichen für Gottes Allmacht
Vers 46: Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er die Winde mit froher Botschaft entsendet, damit Er euch von Seiner Barmherzigkeit kosten lässt und damit das Schiff auf Seinen Befehl fährt, ihr etwas von Seiner Güte anstrebt und wohl dankbar seid.
Vers 47: Und Wir entsandten gewiss schon vor dir ˹o Muhammad˺ Gesandte zu ihren Völkern und gaben ihnen klare Beweise. Dann rächten Wir uns an denen, die verbrecherisch waren. Und Unsere Verpflichtung war es stets, den Gläubigen zum Sieg zu verhelfen.
Vers 48: Gott ist es, der die Winde entsendet, woraufhin sie Wolken aufbäumen. Sodann breitet Er sie im Himmel aus, wie Er will, und macht sie zu Stücken, sodass du den Regenguss aus ihr herauskommen siehst. Wenn Er damit diejenigen Seiner Diener trifft, für die Er dies will, freuen sie sich plötzlich sehr.
Vers 49: Und doch waren sie, bevor er (der Regen) zu ihnen herabgesandt wurde, wahrhaftig verzweifelt.
Vers 50: Schau also auf die Spuren der Barmherzigkeit Gottes – wie Er die Erde belebt, nachdem sie abgestorben war! Jener wird gewiss auch die Toten auferwecken. Und Er hat Macht über alle Dinge.
Vers 51: Und wenn Wir einen Wind entsenden und sie sehen, dass das ˹Gewächs˺ vergilbt, verbleiben sie danach in ihrem Unglauben.
Trost bei Ignoranz
Vers 52: Du verleihst ja den Toten kein Gehör und kannst den Tauben den Ruf nicht hören lassen, wenn sie umkehren.
Vers 53: Und du bist es nicht, der die Blinden aus ihrem Irrweg herausführt. Du kannst nur demjenigen Gehör verschaffen, der an Unsere Zeichen glaubt und hingebungsvoll ˹ein Muslim˺ ist.
Lebensphasen des Menschen
Vers 54: Gott ist es, der euch zunächst schwach erschuf, dann ließ Er auf die Schwäche Stärke folgen. Dann bestimmte Er nach der Kraft ˹wieder˺ Schwäche und das Greisenalter. Er erschafft, was Er will. Und Er ist der Allwissende und Allmächtige.
Beschreibung der Auferstehung
Vers 55: Und am Tag, an dem die Stunde anbricht, schwören die Übertreter, nur ein Stündchen verweilt zu haben. So wandten sie sich ja stets ˹von der Wahrheit˺ ab.
Vers 56: Und diejenigen, denen das Wissen und der Glaube gegeben wurden, sagten: „Ihr seid in Gottes Bestimmung bis zum Tag der Auferweckung verweilt. Und dies ist nun der Tag der Auferweckung, doch ihr wolltet es nicht wissen.“
Vers 57: An jenem Tag nützt denen, die übertreterisch waren, ihre Entschuldigung nichts mehr, und ihnen wird kein Aufschub gewährt.
Sinn der Gleichnisse im Koran
Vers 58: Und Wir haben für die Menschen in diesem Koran Gleichnisse in allen Formen erzählt. Und wenn du ihnen ein Wunderzeichen bringen würdest, würden diejenigen, die leugnen, sicherlich sagen: „Ihr erfindet das doch nur.“
Vers 59: Und so prägt Gott die Herzen derer, die nicht wissen.
Vers 60: Sei also standhaft, Gottes Versprechen ist gewiss wahr! So sollen dich nicht jene, die nicht überzeugt sind, zur Schwäche verleiten.