Vers 2: Gott! Es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn, der Lebendige und Beständige.
Offenbarungsbücher
Vers 3: Er sandte zu dir ˹o Muhammad˺ das Buch als Bestätigung für das davor ˹Offenbarte˺ hinab. Und Er sandte die Urthora und das Urevangelium herab,
Allwissen Gottes
Vers 5: Gott entgeht wahrhaftig nichts auf Erden und im Himmel.
Vers 6: Er ist es, der euch in den Gebärmüttern formt, wie Er will. Es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Ihn, den Allmächtigen und Allweisen.
Grundlagen der Interpretation
Vers 7: Er ist es, der das Buch herabsandte. Es enthält klare Verse – sie sind die Grundlage des Buches – und andere mehrdeutige3 ˹Verse˺. Diejenigen also, deren Herzen zur Abweichung neigen, bemühen sich durch mehrdeutige Verse ˹zur falschen Deutung˺ zu verführen. Ihre ˹wahre˺ Deutung kennt nur Gott.4 Und die im Wissen Vertieften sagen: „Wir glauben daran, alles ist von unserem Herrn.“ Doch lassen sich nur die Verständigen ermahnen.
- 3 Mit klaren Versen sind unmissverständliche Aussagen gemeint, wie der Glaube an einen Gott oder Essensregeln. Mehrdeutige Verse können zu theologischen Auseinandersetzungen führen, wie die einleitenden Buchstaben am Beginn mancher Kapitel oder die Aussage, wie Gott sich über Seinem Thron erhebt. ↩
- 4 Oder: „Doch seine Deutung kennt nur Gott und die im Wissen Vertieften. Sie sagen: […].“ In diesem Fall bedeutet der Vers, dass Gott manchen frommen, islamischen Gelehrten die wahre Deutung einige dieser mehrdeutigen Vers verstehen lässt. ↩
Vers 8: Unser Herr, lass unsere Herzen nicht abirren, nachdem Du uns geführt hast, und schenke uns von Dir selbst Barmherzigkeit! Du bist ja der reichlich Gebende!
Vers 9: Unser Herr, Du bist gewiss der Versammler der Menschen an einem Tag, an dem kein Zweifel ist. Gott bricht gewiss Sein Versprechen nicht.
Vermögen und Nachkommen retten nicht
Vers 10: Denjenigen, die leugnen, nützen gewiss weder ihr Vermögen noch ihre Kinder auch nur das Geringste gegen Gott. Und jene sind der Brennstoff des Feuers.
Vers 11: So erging es schon dem Geschlecht der Pharaonen vor ihnen: Sie verleugneten Unsere Zeichen, also ergriff sie Gott wegen ihrer Sünden. Und Gott ist streng im Strafen.
Vers 12: Sag denen, die leugnen: „Ihr werdet besiegt und zur Hölle getrieben. Und was für ein schlimmes Ende!“
Gottes Beistand ist überwältigend
Vers 13: Ihr hattet doch bereits ein Zeichen in zwei Truppen, die sich bekämpften: Eine Truppe kämpft auf Gottes Weg und die andere war leugnerisch, auch wenn sie ihnen dem Augenschein nach doppelt so zahlreich erschien wie sie selbst. Doch Gott unterstützt mit Seinem Sieg, wen Er will. Darin ist gewiss eine Lehre für Einsichtige.
Menschen lassen sich von Weltlichem verblenden
Vers 14: Den Menschen erscheint die Begierde nach Frauen, Söhnen, angehäuften Mengen Gold und Silber, weidenden Rössern, Vieh und Acker schön. Jenes ist der Genuss des diesseitigen Lebens, doch ist bei Gott die beste Einkehr.
Das Jenseits ist besser für den Gläubigen
Vers 15: Sag ˹ihnen˺: „Soll ich euch etwas Besseres als jenes erzählen? Den Gottesfürchtigen stehen bei ihrem Herrn Paradiesgärten zu, unter denen Flüsse fließen, ewig sind sie darin, und sie erwarten geläuterte Partner und Gottes Zufriedenheit.“ Und Gott durchschaut die Diener,
Vers 16: die sagen: „Unser Herr, wir glauben wahrhaftig, also vergib uns unsere Sünden und beschütze uns vor den Feuerqualen!“,
Vers 17: die Standhaften, Aufrichtigen, Demütigen, Spendenden und vor der Morgendämmerung um Vergebung Bittenden.
Die wahre Religion ist die alleinige Anbetung Gottes
Vers 18: Gott bezeugt, dass es nichts Anbetungswürdiges außer Ihm gibt, und auch die Engel und Leute des Wissens bezeugen dies und wahren die Gerechtigkeit. Es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Ihm, dem Allmächtigen und Allweisen.
Diskussion unter den Buchreligionen
Vers 19: Die Religion bei Gott ist gewiss der Islam. Und diejenigen, denen das Offenbarungsbuch gegeben wurde, wurden sich erst uneins, nachdem sie das Wissen erhalten hatten, weil sie gegeneinander aufbegehrten. Und wer Gottes Zeichen leugnet: Gott ist gewiss schnell im Abrechnen.
Vers 20: Und wenn sie mit dir ˹o Muhammad˺ diskutieren, dann sag ˹ihnen˺: „Ich habe mich selbst Gott ergeben, und auch wer mir folgt.“ Und sag denjenigen, denen das Offenbarungsbuch gegeben wurde, und den Schriftunkundigen (Götzendienern): „Habt ihr euch ˹Gott˺ hingegeben?“ Wenn sie sich ˹Gott˺ hingeben sollten, sind sie rechtgeleitet. Und wenn sie sich abwenden sollten, so bist du ˹o Muhammad˺ nur zur Verkündung verpflichtet. Und Gott durchschaut die Diener.
Unglaube und Mord an Gläubigen
Vers 21: Verkünde denen, die Gottes Zeichen leugnen, die Propheten unrechtmäßig töten und solche Menschen töten, die zur Gerechtigkeit aufrufen, eine schmerzhafte Qual!
Vers 22: Jene sind es, deren Taten im Diesseits und im Jenseits verfallen, und sie haben keinerlei Helfer.
Einige Juden und Christen verfälschten Gottes Botschaft
Vers 23: Hast du nicht jene ˹Juden und Christen˺ gesehen, denen ein Anteil des Buches gegeben wurde? Sie werden dazu aufgerufen, dass Gottes Buch zwischen ihnen richte, doch wandte sich eine Gruppe von ihnen verweigernd ab.
Vers 24: Dies liegt daran, dass sie sagten: „Nie wird uns das Feuer berühren, bis auf gezählte Tage.“ Und das, was sie bereits erlogen hatten, verführte sie dazu, ihre Religion zu ändern.
Vers 25: Wie wird es denn um sie stehen, wenn Wir sie für einen Tag versammeln, an dem kein Zweifel ist, und jeder Seele reichlich zukommen wird, was sie beging, ohne dass ihnen Unrecht geschieht?
Allmacht Gottes
Vers 26: Sag: „O Gott! Herrscher über das Reich, Du gewährst die Herrschaft, wem Du willst, und entreißt die Herrschaft, wem Du willst. Und Du verleihst Würde, wem Du willst, und erniedrigst, wen Du willst. In Deiner Hand liegt das Gute, Du bist ja zu allem fähig.
Vers 27: Du lässt die Nacht in den Tag übergehen und den Tag in die Nacht, und Du bringst aus dem Lebenden das Tote und aus dem Toten das Lebende hervor. Und Du versorgst, wen Du willst, ohne abzurechnen.“
Solidarität unter Gläubigen
Vers 28: Die Gläubigen dürfen die Glaubensgegner nicht zu ihren engsten Vertrauten unter Ausschluss der Gläubigen machen.5 Wer dies dennoch tut, der hat mit Gott nicht das Geringste zu schaffen, außer ihr nehmt euch vor ihnen in Acht. Und Gott warnt euch vor Sich selbst! Und zu Ihm gelangt alles.
- 5 Der Vers bedeutet nicht, dass Gläubige keine Nichtmuslime als Freunde haben dürfen. Er verbietet vielmehr, dass ein Gläubiger allein den Gegnern des Islams vertraut und sich von den Muslimen absondert. ↩
Gottes Allwissen
Vers 29: Sag ˹ihnen˺: „Ob ihr zeigt, was in euren Herzen ist, oder es verheimlicht, so weiß Gott darum.“ Und Er weiß, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und Gott ist zu allem fähig.
Vers 30: Am Tag, an dem jede Seele vorfindet, was sie an Gutem tat, aber auch, was sie an Schlechtem beging, wünscht sie sich, dass zwischen ihr und ihm (dem Schlechten) eine große Entfernung ist. Und Gott warnt euch vor Sich selbst! Und Gott ist nachsichtig mit den Dienern.
Muhammad ﷺ aus Liebe zu Gott folgen
Vers 31: Sag ˹ihnen˺: „Wenn ihr Gott tatsächlich liebt, dann folgt mir (Muhammad), so wird Gott euch lieben und euch eure Sünden vergeben! Und Gott ist vergebend und barmherzig.“
Vers 32: Sag ˹ihnen˺: „Gehorcht Gott und Seinem Gesandten!“ Doch wenn sie sich abwenden sollten, so liebt Gott die Leugner nicht.
Gott wählt die Propheten
Vers 33: Gott erwählte gewiss Adam, Noah, die Familie Abrahams und die Familie Imrans unter den Geschöpfen ˹ihrer Zeit˺ aus;
Vers 34: sie sind Nachkommen, die voneinander abstammen. Und Gott ist allhörend und allwissend.
Familie Imrans: Maria, Zacharias und Johannes
Vers 36: Doch nachdem sie sie (Maria) geboren hatte, sagte sie: „Mein Herr, ich habe ein Mädchen geboren!“,7 und Gott weiß am besten, was sie geboren hat, und Mädchen sind nicht wie Jungen. „Und ich habe sie Maria genannt und stelle sie und ihre Nachkommen unter Deinen Schutz vor dem verfluchten Satan!“
- 7 Damals durften nur Jungen in den Tempeldienst gestellt werden; die Frau Imrans war zunächst enttäuscht, als sie ein Mädchen gebar. ↩
Vers 37: Und so nahm ihr Herr sie wohlwollend an, ließ sie gut heranwachsen und übergab sie in Zacharias Obhut. Jedes Mal, wenn Zacharias bei ihr in der Gebetsnische eintrat, fand er bei ihr Essen. Er fragte: „O Maria! Wie kommt das zu dir?“ Sie antwortete: „Es ist von Gott, Gott versorgt ja, wen Er will, ohne abzurechnen.“
Zacharias bittet um Kinder
Vers 38: Da rief Zacharias seinen Herrn an. Er sagte: „Mein Herr, schenke Du mir gute Nachkommen! Du erhörst ja stets das Bittgebet!“
Vers 39: Sogleich riefen ihn die Engel, als er noch in der Gebetsnische stand und betete, „dass Gott dir Johannes8 verkündet, der ein Wort Gottes bestätigt, der ein Herr, ein Enthaltsamer und einer der rechtschaffenen Propheten sein wird.“
- 8 Hinweise legen nahe, dass hier Johannes der Täufer, ein Zeitgenosse des Propheten Jesus, gemeint ist. ↩
Vers 40: Er entgegnete: „Mein Herr, wie soll ich einen Jungen bekommen, obwohl ich schon alt bin und meine Frau unfruchtbar ist?“ Er antwortete: „So soll es sein! Gott tut, was Er will.“
Vers 41: Er (Zacharias) sagte: „Mein Herr, gewähre mir ein Wunder!“ Er sagte: „Dein Wunder soll sein, dass du drei Tage nur mit Gesten zu den Menschen sprichst. Und gedenke häufig deines Herrn und lobpreise ˹Ihn˺ abends und in der Frühe!”
Maria und Jesus
Vers 42: Und ˹denkt daran,˺ als die Engel sagten: „O Maria! Gott hat dich gewiss ausgewählt, geläutert und unter allen Frauen der Geschöpfe auserkoren!
Vers 43: O Maria! Sei demütig vor deinem Herrn, wirf dich nieder ˹im Gebet˺ und verbeuge dich ˹in Demut˺ mit den sich Verbeugenden!“
Vers 44: Jenes gehört zu den verborgenen Berichten, die Wir dir ˹o Muhammad˺ offenbaren. Und du warst nicht dabei, als sie auslosten, wer von ihnen die Vormundschaft für Maria übernehmen soll. Und du warst auch nicht dabei, als sie sich ˹darüber˺ stritten.
Vers 45: Als die Engel sagten: „O Maria! Gott verkündet dir ein Wort von Ihm, sein Name ist der Messias, Jesus, Sohn der Maria; er wird im Diesseits und im Jenseits angesehen sein und zu den ˹Gott˺ Nahestehenden gehören.
Vers 46: Und er spricht in der Wiege und als reifer Mann zu den Menschen und gehört zu den Rechtschaffenen.“
Vers 47: Sie (Maria) fragte: „Mein Herr, wie soll ich ein Kind bekommen, obwohl mich kein Mensch je berührt hat?“ Er antwortete: „So erschafft Gott, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, so sagt Er nur ‚Sei!‘, und es ist.“
Jesu Wunder durch Gottes Erlaubnis
Vers 48: Und Gott lehrt ihn das Buch, die Weisheit, die Urthora und das Urevangelium.
Vers 49: Und er (Jesus) ist ein Gesandter zu den Kindern Israels, ˹er wird sagen:˺ „Ich habe euch ein Zeichen von eurem Herrn überbracht. Ich schaffe für euch aus Lehm etwas in der Form eines Vogels, hauche hinein und es wird sofort mit Gottes Erlaubnis zu einem Vogel. Und ich heile mit Gottes Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen und erwecke die Toten zum Leben. Und ich erzähle euch, was ihr in euren Häusern esst und was ihr dort lagert. Hierin liegt gewiss ein Zeichen für euch, wenn ihr denn gläubig seid.
Vers 50: Und ich bestätige, was vor mir von der Urthora offenbart wurde, und ˹bin gekommen,˺ um euch etwas von dem zu erlauben, was euch ˹zuvor˺ verboten war.9 Und ich habe euch ein Zeichen von eurem Herrn gebracht, fürchtet also Gott und gehorcht mir!
- 9 Das Urevangelium hob zahlreiche jüdische Gebote auf, die auf Sünden zurückgingen, das heißt, dass den Israeliten schwerere Gebote auferlegt wurden, weil sie sich Gottes Befehl widersetzten (s. 4:160 oder auch die Geschichte mit der Kuh in 2:67–70). ↩
Vers 51: Gott ist gewiss mein und euer Herr, also ehrt Ihn! Dies ist ein gerader Weg.“
Jesus und seine Jünger
Vers 52: Als Jesus bemerkte, dass die Leute nicht glaubten, fragte er: „Wer sind meine Helfer ˹auf dem Weg˺ zu Gott?“ Da antworteten die Jünger: „Wir sind Gottes Helfer, wir glauben an Gott, also bezeuge, dass wir gläubig sind!
Vers 53: Unser Herr, wir glauben an das, was Du herabgesandt hast, und folgen dem Gesandten ˹Jesus˺. Schreibe uns also den Zeugen ˹des Glaubens˺ zu!“
Verschwörung gegen Jesus
Gott schützt Jesus vor dem Attentat
Vers 55: ˹Denkt daran:˺ Als Gott sagte: „O Jesus! Ich werde dich entschwinden lassen, dich zu Mir emporheben und dich von jenen reinigen, die leugnen. Und diejenigen, die dir folgten, werde Ich bis zum Tag der Auferstehung über jene stellen, die leugnen. Dann werdet ihr zu Mir zurückkehren, damit Ich zwischen euch in dem richte, worüber ihr uneins wart.
Gott wird Jesu Feinde strafen
Vers 56: Was die anbelangt, die leugnen – sie werde Ich im Diesseits und im Jenseits streng bestrafen, und sie werden keinerlei Helfer haben.
Vers 57: Und was diejenigen anbelangt, die stets glaubten und Rechtschaffenes taten, sie wird Er reichlich belohnen. Und Gott liebt die Übertreter nicht.”
Vers 58: Dies tragen Wir dir ˹o Muhammad˺ in Form von Versen und der weisen Ermahnung vor.
Erschaffung Jesu gleicht der Erschaffung Adams
Vers 59: Jesus gleicht bei Gott gewiss Adam: Er erschuf ihn aus Erde und sagte: „Sei!“, und er war entstanden.
Vers 60: Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn, sei also kein Zweifler!
Diskussion über Jesus
Vers 61: Und wenn sie mit dir über ihn (Jesus) nach dem Wissen diskutieren sollten, das du erhalten hast, so sag ˹ihnen˺: „Kommt, rufen wir doch unsere und eure Söhne, unsere und eure Frauen und uns selbst und euch zusammen, sodann werden wir ˹Gott˺ anflehen und bitten, dass Gottes Fluch auf den Lügnern lasten solle.“
Vers 62: Dies sind gewiss die wahren Begebenheiten. Und es gibt nichts Anbetungswürdiges außer Gott. Und Gott ist gewiss der Allmächtige und Allweise.
Vers 63: Und wenn sie sich abwenden sollten, so weiß doch Gott genau um die Übertreter Bescheid.
Dialog zwischen Muslimen, Christen und Juden
Vers 64: Sag ˹ihnen˺: „O ihr Anhänger der Buchreligionen! Kommt zu einem gemeinsamen Wort: Dass wir nichts außer Gott ˹allein˺ anbeten, Ihm nichts beigesellen und dass sich nicht manche unter uns andere zu Herren neben Gott wählen!“ Doch wenn sie sich abwenden sollten, dann sagt: „Bezeugt, dass wir Muslime sind!“
Urreligion Abrahams
Vers 65: O Anhänger der Buchreligionen! Warum streitet ihr über Abraham, obwohl die Urthora und das Urevangelium erst nach ihm offenbart wurden? Begreift ihr denn nicht?
Vers 66: Ihr wart es doch, die ihr über Dinge diskutiertet, über die ihr Wissen hattet, warum diskutiert ihr also nun über Dinge, über die ihr kein Wissen habt? Und Gott weiß es, doch ihr wisst es nicht.
Vers 67: Abraham war weder Jude noch Christ, sondern ein Anhänger des reinen Glaubens und ein Muslim. Und er war kein Götzendiener.
Vers 68: Die Abraham nächsten Menschen sind gewiss diejenigen, die ihm folgten, aber auch dieser Prophet (Muhammad) und diejenigen, die stets glauben. Und Gott ist der Nächste der Gläubigen.
Kritik an denen, die sich von der Urreligion abwenden
Vers 69: Eine Gruppe unter den Anhängern der Buchreligionen wünschte sich, euch ˹Muslime˺ in die Irre zu führen. Doch führen sie sich nur selbst in die Irre, ohne es zu bemerken.
Vers 70: O Anhänger der Buchreligionen! Warum leugnet ihr Gottes Zeichen, obwohl ihr es bezeugt?
Vers 71: O Anhänger der Buchreligionen! Warum verbergt ihr die Wahrheit mit Falschem und vertuscht die Wahrheit, obwohl ihr es wisst?
Der Versuch, Gläubige vom Glauben abzubringen
Vers 72: Und manche Anhänger der Buchreligionen sagten: „Glaubt ˹zum Schein˺ an das, was denen (Muslimen), die glauben, offenbart wurde, und leugnet es am Ende des Tages – vielleicht wenden sie sich ˹dann˺ wieder ab!“
Vers 73: Glaubt also nur dem, der eurer Religion folgt! Sag: „Die Rechtleitung ist die Rechtleitung Gottes, also dass jemandem Ähnliches wie das gegeben wird, was euch gegeben wurde, oder dass sie gegen euch damit bei eurem Herrn argumentieren.“ Sag: „Die Güte liegt gewiss in Gottes Hand, Er gewährt sie, wem Er will. Und Gott ist Allumfassend und Allwissend.
Vers 74: Doch wählt Gott für Seine Barmherzigkeit aus, wen Er will. Und Gott ist voll immenser Güte.“
Zuverlässigkeit
Vers 75: Und unter den Anhängern der Buchreligionen ist mancher, der dir einen Zentner Geld aushändigt, wenn du ihn ihm anvertraust. Und unter ihnen ist mancher, der dir nicht einmal ein Goldstück aushändigt, wenn du es ihm anvertraust, es sei denn, du bittest ihn ständig darum. Dies liegt daran, dass jene Leute sagten: „Uns trifft bei den Schriftunkundigen keinerlei Schuld“,11 doch äußern sie wissentlich über Gott Lügen.
- 11 Gemeint ist die rabbinische Unterscheidung, wonach manche Gebote nur innerhalb der jüdischen Gemeinschaft verpflichten. ↩
Vers 76: Vielmehr ist es so: Wer seinen Vertrag einhält und gottesfürchtig ist, so liebt Gott gewiss die Gottesfürchtigen.
Vers 77: Diejenigen, die mit Gottes Bund und ihren Eiden einen geringen Lohn erkaufen, haben am Jenseits gewiss keinen Anteil; Gott spricht sie weder an, noch würdigt Er sie am Tag der Auferstehung eines Blickes, noch läutert Er sie ˹von ihren Sünden˺, und ihnen droht eine schmerzhafte Pein.
Fälschung der Bibel
Vers 78: Und unter ihnen (den Juden und Christen) sind gewiss manche, die den Inhalt des Buches verfälschten, sodass ihr glaubt, etwas gehöre zum Buch, obwohl es nicht zum Buch gehört. Und sie sagen, es sei von Gott, doch ist es nicht von Gott. Und sie äußern wissentlich über Gott Lügen.
Kein Mensch darf vergöttert werden
Vers 79: Keinem Menschen stand es je zu, dass Gott ihm das Buch, die Herrschaft und das Prophetentum gibt und er dann den Menschen sagt: „Verehrt mich neben Gott!“ Vielmehr sollt ihr in dem, was ihr gelehrt und gelernt habt, weise Gelehrte sein.12
- 12 Oder „Leute des Herrn“, bzw. „Gelehrte des Herrn“. ↩
Der Bund Gottes: Der Glaube an alle kommenden Propheten
Vers 81: Und ˹denkt daran,˺ als Gott den Bund der Propheten schloss: „Bei dem, was Ich euch vom Buch und der Weisheit gegeben habe! Wenn euch irgendwann ein Gesandter aufsucht, der ˹das Buch˺ bestätigt, das ihr habt, dann müsst ihr ihm glauben und beistehen.“ ˹Dann˺ fragte Er: „Bestätigt ihr dies und bekräftigt ihr unter diesen Voraussetzungen Meinen Bund?“ Sie antworteten: „Wir bestätigen es.“ Da sagte Er: „Dann bezeugt es, und Ich bin mit euch Zeuge!“
Vers 82: Wer sich nach alledem abwenden sollte, so sind jene die unverschämten Sünder.
Nur die allein Gott gewidmete Religion ist korrekt
Vers 83: Wollen sie etwa eine andere als Gottes Religion, obwohl sich Ihm alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, freiwillig und unfreiwillig ˹in Anbetung˺ beugt? Und zu Ihm werden sie zurückgebracht.
Vers 84: Sag: „Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an das, was auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme herabgesandt wurde, und an das, was Moses, Jesus und den Propheten gegeben wurde. Wir machen zwischen keinem von ihnen einen Unterschied und sind Ihm ergeben.“
Vers 85: Und wer etwas anderes als den Islam als Religion begehrt, von dem wird dies niemals angenommen, und er wird im Jenseits zu den Verlierern zählen.
Konsequenzen der Ablehnung von Gottes Botschaft
Vers 86: Wie sollte auch Gott ein Volk führen, das nicht mehr glaubt, nachdem es gläubig war und bezeugte, dass der Gesandte die Wahrheit verkündet, und zu ihnen die klaren Beweise gelangt sind? Und Gott führt das übertreterische Volk nicht.
Vers 87: Die Strafe jener Leute wird sein, dass auf ihnen der Fluch Gottes, aller Engel und Menschen lastet;
Vers 88: ewig sind sie darin. Ihnen wird weder die Qual gelindert, noch wird ihnen Aufschub gewährt,
Vers 89: außer denen, die anschließend ˹nach der Leugnung˺ reuevoll umkehren und rechtschaffen handeln, denn Gott ist vergebend und barmherzig.
Vers 90: Diejenigen, die leugnen, nachdem sie gläubig waren, und dann noch mehr im Unglauben versinken ˹und darin sterben˺, deren Reue wird niemals angenommen. Und jene sind die Abgeirrten.
Vers 91: Von denen, die leugnen und als Glaubensleugner sterben, wird nicht einmal der Inhalt der Erde an Gold ˹als Lösegeld˺ angenommen werden, auch wenn sie sich damit versuchen sollten loszukaufen. Jenen gebührt eine schmerzhafte Qual und sie haben keinen einzigen Helfer.
Wahre Frömmigkeit durch Verzicht
Vers 92: Ihr werdet die Frömmigkeit erst erlangen, wenn ihr von dem spendet, was ihr liebt. Und was ihr auch an Dingen spendet, so weiß Gott darum genau.
Ursprung der Speisegebote und die Thorafälschung
Vers 93: Alles Essen war den Kindern Israels erlaubt, bis auf das, was sich Israel selbst verbot, bevor die Urthora herabgesandt wurde. Sag ˹ihnen˺: „Holt doch die Thora und tragt sie vor, wenn ihr ehrlich seid!“
Vers 94: Und wer über Gott nach alledem Lügen erfindet – jene sind die Übertreter.
Vers 95: Sag: „Gott sagt die Wahrheit! Befolgt also allein den Glauben Abrahams, und er war kein Götzendiener.“
Die Kaaba in Mekka
Vers 97: darin sind deutliche Zeichen – der Standort Abrahams.15 Und wer ihn betritt, der ist sicher. Und für Gott müssen die Menschen zu diesem Haus pilgern, zumindest wer den Weg dorthin schafft. Und wer nicht glaubt: Gott ist gewiss nicht auf die Geschöpfe angewiesen.
- 15 Der Standort Abrahams ist ein Stein, auf den Abraham stieg, als er die Kaaba erbaute. ↩
Fragen an die Anhänger der Buchreligionen
Vers 98: Sag ˹ihnen˺: „O Anhänger der Buchreligionen! Warum leugnet ihr Gottes Zeichen, obwohl Gott Zeuge dessen ist, was ihr tut?“
Vers 99: Sag ˹ihnen˺: „O Anhänger der Buchreligionen! Warum haltet ihr denjenigen von Gottes Weg ab, der glaubt, und wollt ihn entstellen, obwohl ihr Zeugen ˹der Wahrheit˺ seid? Und Gott ist nicht dessen achtlos, was ihr tut!“
Neid auf den Islam
Vers 100: O Gläubige! Wenn ihr manchen der Leute gehorcht, denen das Offenbarungsbuch gegeben wurde, bringen sie euch vom Glauben weg zum Unglauben zurück!
Vers 101: Und wie könnt ihr leugnen, wo euch doch Gottes Zeichen vorgetragen werden und unter euch Sein Gesandter weilt? Und wer sich an Gott klammert, der wurde schon zu einem geraden Weg geführt.
Standhaft im Glauben und in der Gemeinschaft
Vers 102: O Gläubige! Fürchtet Gott, wie es Ihm gebührt, und sterbt auf keinen Fall anders als Muslime!
Vers 103: Und klammert euch alle an Gottes Seil16 und spaltet euch nicht! Und denkt an Gottes Gnade, die Er euch gewährte, als ihr einst Feinde wart, worauf Gott eure Herzen einte und ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet. Und ihr wart ja am Abgrund einer Feuergrube, worauf Er euch vor ihr rettete. So legt Gott euch Seine Zeichen dar, auf dass ihr wohl den Weg findet.
- 16 Gottes Seil ist der Islam. ↩
Gesellschaftliche Verantwortung der Gläubigen
Vers 104: So soll unter euch eine Gruppe zum Guten aufrufen, das Gute gebieten und das Schlechte verbieten. Und jene sind die Erfolgreichen.
Vers 105: Und seid ja nicht wie diejenigen, die sich trennten und stritten, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gelangten! Und jenen droht eine heftige Qual
Vers 106: am Tag, an dem manche Gesichter erleuchten und sich andere verfinstern. Nun zu denen, deren Gesichter sich verfinstern werden: Seid ihr etwa vom Glauben abgefallen, nachdem ihr gläubig wart? Dann kostet die Qual, weil ihr geleugnet habt!
Das Ende der Gläubigen und der Glaubensfeinde
Vers 107: Und diejenigen, deren Gesichter erleuchten, sind in Gottes Barmherzigkeit; sie sind ewig darin.
Vers 108: All dies sind die Zeichen Gottes, die Wir dir wahrheitsgemäß vortragen. Und Gott will den Geschöpfen kein Unrecht antun.
Vers 109: Und Gott gehört, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und zu Gott werden die Angelegenheiten zurückgeführt.
Vorzug der muslimischen Gemeinschaft
Vers 110: Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht wurde, ihr gebietet das Gute, verbietet das Schlechte und glaubt an Gott. Und würden die Anhänger der Buchreligionen glauben, dann wäre es besser für sie. Unter ihnen sind gläubig gewordene, doch die meisten unter ihnen sind unverschämte Sünder.
Muslime werden nie vollkommen vernichtet
Vers 111: Sie werden euch niemals ˹vernichtend˺ schaden, sondern höchstens belästigen. Und wenn sie euch bekämpfen, fliehen sie vor euch, dann wird ihnen nicht mehr geholfen.
Vers 112: Sie wurden mit Schande geschlagen, wo sie auch aufgefunden wurden, es sei denn, sie haben ein Bündnis mit Gott oder ein Bündnis mit den Menschen. Und sie verfolgte Gottes Zorn, und sie wurden mit Armut gebeutelt. Dies liegt daran, dass sie stets Gottes Zeichen leugneten und die Propheten ohne Recht töteten. Dies ist so, weil sie sich auflehnten und stets ˹Gottes Grenzen˺ überschritten.
Vers 113: Sie (die Juden und Christen) sind nicht alle gleich: Unter den Anhängern der Buchreligionen existiert eine aufrichtige Gemeinschaft17, die Gottes Verse im Mantel der Nacht vorträgt und sich dabei niederwirft;
- 17 Hiermit sind die zum Glauben gefundenen Juden und Christen gemeint, die den Koran rezitierten. ↩
Vers 114: sie glauben an Gott und den Jüngsten Tag, gebieten das Gute, verbieten das Schlechte und wetteifern in den guten Taten; und jene gehören zu den Rechtschaffenen.
Vers 115: Und was sie auch an Gutem tun, dessen Belohnung werden sie nicht verlieren. Und Gott weiß genau um die Gottesfürchtigen.
Gute Taten der Leugner sind nutzlos
Vers 116: Denjenigen, die leugnen, nützen gewiss weder ihr Vermögen noch ihre Kinder auch nur das Geringste gegen Gott. Und jene sind die Hölleninsassen; sie sind ewig darin.
Vers 117: Das Gleichnis dessen, was sie in diesem irdischen Leben spenden, ist ein Wind voll klirrender Kälte, der den Acker von Leuten trifft, die gegen sich sündigten, sodass er sie vernichtete. Und Gott behandelte sie nicht ungerecht, vielmehr fügten sie sich selbst Unrecht zu.
Gefahren eines schädlichen Umfelds
Vers 118: O Gläubige! Nehmt euch keine Leute zu Allernächsten, die gegen euch sind18 und keine Gelegenheit auslassen, um euch zu schaden! Sie wünschen euch alles, was euch plagt. Der Hass aus ihren Mündern ist ja ersichtlich, doch was ihre Herzen verheimlichen, ist schlimmer. Wir haben euch die Zeichen bereits verdeutlicht, wenn ihr denn begreift.
- 18 Oder „die nicht von euch sind“. ↩
Vers 119: Ihr – ja, ihr – liebt sie, doch sie lieben euch nicht; und ihr glaubt an das gesamte Buch. Und wenn sie euch treffen, sagen sie: „Wir glauben“, doch wenn sie allein sind, beißen sie vor Hass auf euch auf ihre Fingerkuppen. Sag ˹ihnen˺: „Sterbt doch mit eurem Hass!“ Gott weiß gewiss um das in den Herzen genau Bescheid.
Vers 120: Geschieht euch Gutes, ärgert sie dies, doch trifft euch ein Unglück, freuen sie sich darüber. Und wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid, schadet euch ihre List nicht im Geringsten. Gott umfasst, was ihr tut, gewiss.
Die Schlacht beim Berg Uhud19
Vers 121: Und ˹denke daran,˺ als du ˹o Muhammad˺ von deiner Familie ˹zum Berg Uhud˺ aufgebrochen bist und den Gläubigen ihre Kampfstellungen zuwiest, und Gott ist allhörend und allwissend.
- 19 Dies war ein Angriff der nichtmuslimischen Mekkaner auf die Muslime in Medina, weil sie im Jahr zuvor die Schlacht bei Badr verloren hatten. ↩
Vers 122: ˹Denkt daran:˺ Als zwei Gruppen20 unter euch aufgeben wollten, war Gott ihr Nächster. Und auf Gott vertrauen die Gläubigen.
- 20 Gemeint sind zwei medinensische Stämme, die die Muslime im Stich lassen wollten, als sie die Überzahl der Nichtmuslime bemerkten. Allerdings schöpften sie neuen Mut und hielten zu den Muslimen. ↩
Vers 124: ˹Denke daran:˺ Als du ˹o Muhammad˺ zu den Gläubigen sagtest: „Wird es euch etwa nicht genügen, dass Gott euch mit dreitausend herabgesandten Engeln beisteht?“
Vers 125: Doch! Wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid und sie sofort zu euch kommen, dann kommt euch euer Herr mit fünftausend Engeln zu Hilfe, die sich ˹zum Kampf˺ schmücken.
Vers 126: Und so bestimmte Gott dies nur als frohe Nachricht für euch – und damit eure Herzen dadurch beruhigt sind. Und der Beistand kommt allein vom allmächtigen und allweisen Gott,
Vers 127: damit Er manche jener, die leugnen, unschädlich macht oder erniedrigt, sodass sie schmachvoll heimkehren.
Vers 128: Du ˹o Muhammad˺ hast zur Sache nichts beizutragen, ob Er ihre Reue annimmt oder sie bestraft, denn sie sind ja Übertreter.
Vers 129: Und Gott gehört, was in den Himmeln und auf Erden ist. Er vergibt, wem Er will, und bestraft, wen Er will. Und Gott ist vergebend und barmherzig.
Zinsverbot
Vers 130: O Gläubige! Nehmt keinen Zins – auch nicht in vielfachem Übermaß! Und fürchtet Gott, auf dass ihr wohl gottesfürchtig seid!
Aufforderung zu Gottesfurcht und Gehorsam
Vers 131: Und hütet euch vor dem Feuer, das schon für die Glaubensleugner vorbereitet wurde!
Vers 132: Und gehorcht Gott und dem Gesandten, auf dass ihr Erbarmen erfahrt!
Eigenschaften der Frommen
Vers 133: Und wetteifert um eine Barmherzigkeit eures Herrn und ein Paradies, das so weitläufig ist wie der Himmel und die Erde! Es wurde schon für die Gottesfürchtigen vorbereitet,
Vers 134: die in guten wie in schlechten Zeiten spenden, den Zorn beherrschen und den Menschen verzeihen. Und Gott liebt die Gütigen.
Vers 135: Und wenn sie denn eine Schandtat begehen oder gegen sich ˹selbst˺ sündigen, sind sie es, die Gottes gedenken und sogleich für ihre Sünden um Vergebung bitten – und wer vergibt die Sünden, wenn nicht Gott? – und nicht bewusst auf dem beharren, was sie getan haben.
Vers 136: Die Belohnung jener sind eine Barmherzigkeit ihres Herrn und Paradiesgärten, unter denen die Flüsse fließen; ewig sind sie darin. Und wie schön ist doch der Lohn der Handelnden!
Lehren für die Lebenden
Vers 137: Vor euch hat schon mancher Lebensweg geendet,22 reist also auf Erden umher und schaut, wie es den Leugnern letztendlich erging!
- 22 Mit dem Lebensweg kann das Leben vieler Generationen gemeint sein, aber auch Bräuche oder ähnliche Schicksale, die bereits in der Geschichte der Menschheit vergangen sind. ↩
Vers 138: Dies ist eine Erklärung für die Menschen, eine Führung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
Gläubige finden Trost und Stärke im Glauben
Vers 139: Und schwächelt und trauert nicht, denn ihr werdet schließlich die Oberhand haben, wenn ihr gläubig seid!
Die Schlachten von Uhud und Badr
Vers 140: Wenn ihr ˹bei Uhud˺ verwundet wurdet, so wurden die Leute (die Mekkaner) bereits ebenso ˹bei Badr˺23 verwundet. Und jene Tage lassen Wir bei den Menschen wechselhaft ausgehen, damit Gott diejenigen sichtbar macht, die glauben, und Er unter euch Märtyrer bestimmt. Und Gott liebt nicht die Übertreter.
- 23 Zu den Schlachten von Uhud und Badr siehe 3:121-123 ↩
Vers 141: Und damit Gott diejenigen prüft, die stets glauben, und die Leugner eindämmt.
Prüfung der Gläubigen
Vers 142: Oder denkt ihr etwa, dass ihr das Paradies betretet, bevor Gott diejenigen unter euch sichtbar macht,24 die sich bemühen, und auch die Standhaften?
- 24 Gott wusste bereits vor der Schöpfung um den Glauben der Menschen, da Er allwissend ist. Der Vers bedeutet demnach, dass die Menschen ihre Standhaftigkeit im Glauben unter Beweis stellen. ↩
Der Tod ist Allahs Bestimmung
Vers 143: Und ihr habt euch ja bereits den Tod gewünscht, bevor ihr ihn mit eigenen Augen gesehen habt.
Vers 144: Und Muhammad ist nichts als ein Gesandter, vor dem bereits ˹andere˺ Gesandte dahingeschieden sind. Wenn er sterben oder getötet werden sollte, wendet ihr euch dann etwa ab? Und wer sich abwendet, der wird Gott niemals schaden. Und Gott wird die Dankbaren belohnen.
Vers 145: Und keine Seele darf sterben, es sei denn mit Gottes Erlaubnis; es ist eine festgeschriebene Frist. Und wer die diesseitige Belohnung will, dem werden Wir etwas davon geben. Und wer die jenseitige Belohnung will, dem werden Wir etwas davon geben. Und Wir werden die Dankbaren entlohnen.
Standhaftigkeit der Propheten und Aufrichtigen
Vers 147: Und sie sagten nichts weiter als: „Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und unsere Maßlosigkeit bei der Sache, festige unseren Stand und stehe uns gegen das leugnerische Volk bei!“
Vers 148: Und so gewährte Gott ihnen die diesseitige Belohnung und die beste jenseitige Belohnung. Und Gott liebt die Gütigen.
Gefahr der Glaubensgegner für Gläubige
Vers 149: O Gläubige! Wenn ihr denen gehorcht, die leugnen, werden sie euch ˹vom Glauben˺ abbringen, sodass ihr als Verlierer dasteht.
Vers 150: Vielmehr ist Gott euer Nächster, und Er ist der beste Beistand.
Vers 151: Wir flößen denen, die leugnen, einen Schrecken in ihre Herzen ein, weil sie Gott Dinge zur Seite stellten, die Gott nicht erlaubt. Und ihre Zuflucht wird das Höllenfeuer sein, und schlimm ist der Aufenthaltsort der Übeltäter!
Schlacht von Uhud
Vers 152: Und Gott erfüllte bereits Sein Versprechen an euch ˹bei Uhud˺,26 als ihr sie (die Feinde) mit Gottes Erlaubnis aufspürtet. Doch dann versagtet ihr, strittet euch in der Sache und widersetztet euch, nachdem Er euch zeigte, was ihr liebt (die Beute). Mancher von euch liebt das Diesseits und mancher das Jenseits. Sodann wandte Er euch von ihnen ab, um euch zu prüfen. Und Er hat euch bereits vergeben. Und Gott ist voller Güte gegenüber den Gläubigen.
- 26 Dieser Abschnitt handelt von der Schlacht von Uhud (im Jahr 3 nach der Auswanderung) gegen die nichtmuslimischen Mekkaner: Gott verhieß den Gläubigen den Sieg, wenn sie aufrichtig sind. Zunächst waren die Muslime wie verheißen siegreich und die Mekkaner begannen bereits zu fliehen. Der Prophet ﷺ befahl Bogenschützen, die Muslime von hinten gegen feindliche Reiter zu sichern. Als die Schützen sahen, dass die Muslime bereits die Kriegsbeute einsammelten, ignorierten sie den Befehl und verließen ihre Posten. Sogleich griffen mekkanische Reiter die Muslime von hinten an, worauf die Muslime flohen. ↩
Vers 153: ˹Denkt daran:˺ Als ihr ˹den Berg Uhud˺ hinaufstiegt und euch um niemanden kümmertet, während euch der Gesandte aus der Nachhut zurückrief;27 so vergalt Er euch Kummer mit Kummer,28 damit ihr nicht über das trauert, was euch entging und was euch traf. Und Gott ist dessen kundig, was ihr tut!
- 27 Als die Muslime flohen, blieb der Prophet ﷺ in der Nachhut, die dem Feind ausgesetzt war, um den Angriff aufzuhalten. Er rief die Gläubigen herbei, um weiterzukämpfen. ↩
- 28 Gott bestrafte die Muslime mit dem Kummer der Niederlage – für den Kummer, den sie dem Propheten ﷺ bereiteten, indem sie seinen Befehl ignorierten. ↩
Vers 154: Anschließend schickte Er zu euch nach dem Kummer zum Schutz einen Schlummer herab, der einige von euch übermannte, und andere sorgten sich um sich selbst, sie stellten wie in vorislamischer Zeit allerlei falsche Vermutungen über Gott an. Sie sagen: „Haben wir denn etwas zur Sache beizutragen?“ Sag ˹ihnen˺: „Die gesamte Sache ist Gott überlassen.“ Sie verbergen insgeheim, was sie dir ˹o Muhammad˺ nicht offenlegen; sie sagen: „Hätten wir etwas zur Sache beizutragen, wären wir (unsere Verwandten) hier nicht getötet worden.“ Sag ˹ihnen˺: „Selbst wenn ihr in euren Häusern wärt, wären diejenigen, für die der Tod bestimmt war, in ihren Betten gestorben.“ Und ˹die Niederlage geschah˺, damit Gott prüft, was in eurem Inneren ist, und offenlegt, was in euren Herzen ist. Und Gott weiß genau um alles, was in den Herzen ist.
Vers 155: Diejenigen von euch, die sich am Tag ˹von Uhud˺ abwandten, als die beiden Heere aufeinandertrafen, erschütterte Gott nur wegen mancher Taten, die sie begangen hatten. Doch hat ihnen Gott schon verziehen. Gott ist ja vergebend und nachsichtig.
Gott bestimmt über Leben und Tod
Vers 156: O Gläubige! Seid nicht wie jene, die leugnen und zu ihren Brüdern sagen, wenn sie umherreisen oder auf einem Feldzug sind: „Wären sie bei uns ˹geblieben˺, wären sie weder gestorben noch getötet worden!“ Damit Gott ihnen Verzweiflung in ihre Herzen einflößt ˹ist dies geschehen˺. Und Gott gewährt Leben und Tod! Und Gott sieht, was ihr tut, genau.
Vers 157: Und wenn ihr auf Gottes Weg getötet werdet oder sterbt, so ist eine Vergebung und Barmherzigkeit von Gott besser als das, was sie ˹an Vermögen˺ anhäufen.
Vers 158: Und wenn ihr getötet werdet oder sterbt, so kehrt ihr gewiss zu Gott zurück.
Muhammads ﷺ Barmherzigkeit
Vers 159: Und allein durch eine Barmherzigkeit deines Herrn bist du ˹o Muhammad˺ nachsichtig mit ihnen. Denn wärst du grob und hartherzig, würden sie vor dir fliehen! So verzeihe ihnen, bitte für sie um Vergebung und beteilige sie an der Beratung! Doch wenn du dich entschlossen hast, dann vertraue auf Gott! Denn Gott liebt die ˹Ihm˺ Vertrauenden.
Gott steht dem bei, der sich auf Ihn verlässt
Vers 160: Wenn Gott euch beisteht, kann niemand euch bezwingen! Und wenn Er euch im Stich lässt, wer soll euch dann noch beistehen? Und auf Gott sollen sich die Gläubigen verlassen.
Verbot der Unterschlagung
Vers 161: Und es stand keinem Propheten zu, ˹etwas˺ zu unterschlagen. Und wer ˹etwas˺ unterschlägt, bringt am Tag der Auferstehung das herbei, was er unterschlagen hat. Dann wird jede Seele mit den Taten sterben, die sie begangen hat, ohne dass ihnen Unrecht angetan wird.
Fromme und unverschämte Sünder sind nicht gleich
Vers 162: Gleicht etwa derjenige, der Gottes Zufriedenheit anstrebt, jemandem, an dem Gottes Zorn haftet und dessen Zuflucht das Höllenfeuer sein wird? Und was für ein schlimmes Ende!
Vers 163: Ihnen stehen Ränge bei ihrem Herrn zu. Und Gott sieht genau, was sie tun.
Muhammad ﷺ ist eine Gnade für die Gläubigen
Vers 164: Gott hat den Gläubigen bereits eine Gnade erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst entsandte, der ihnen Seine Verse vorträgt, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, auch wenn sie zuvor gewiss in eindeutigem Irrtum lebten.
Ereignisse bei Uhud und Badr waren Prüfungen
Vers 165: Als euch ˹bei Uhud˺ ein Unglück traf, obwohl ihr ˹dem Feind bei Badr˺ bereits das Doppelte ˹an Schaden˺ zugefügt hattet, sagtet ihr: „Wie konnte dies geschehen?“ Sag ˹ihnen˺: „Es kommt von euch selbst!“29 Gott ist gewiss zu allem fähig.
- 29 Dem Menschen können wegen seiner Sünden Dinge widerfahren, die er als schlecht empfindet. Doch letzten Endes ist alles Gottes Bestimmung. ↩
Vers 166: Und was euch am Tag, als die beiden Heere zusammentrafen, widerfuhr, geschah mit Gottes Erlaubnis und damit Er die Gläubigen sichtbar macht,
Vers 167: und damit Er diejenigen sichtbar macht, die heucheln. Und sie wurden aufgefordert: „Kommt her, kämpft auf dem Weg Gottes oder zieht ˹wenigstens˺ los!“ Sie erwiderten: „Hätten wir gewusst, dass es zum Kampf kommt, wären wir euch gefolgt.“30 Sie waren an jenem Tag dem Unglauben näher als dem Glauben. Sie behaupten mit ihren Mündern, was nicht in ihren Herzen ist. Und Gott weiß am besten, was sie verheimlichen;
- 30 Diese Aussage stammt von Abdullah ibn Ubayy, dem Anführer der Partei der Heuchler. Er sagte dies vor der Schlacht von Uhud, als er mit einem Drittel des Heers nach Medina zurückkehrte. ↩
Vers 168: ˹das sind˺ diejenigen, die zurückblieben und zu ihren Brüdern sagten: „Hätten sie auf uns gehört, wären sie nicht getötet worden.“ Sag ˹ihnen˺: „Haltet doch den Tod von euch selbst ab, wenn ihr denn ehrlich seid!“
Vers 169: Und glaube ja nicht, dass diejenigen, die auf Gottes Weg getötet wurden, tot seien! Vielmehr sind sie lebendig, sie werden bei ihrem Herrn versorgt:
Vers 170: Sie erfreuen sich an dem, was Gott ihnen in Seiner Güte gab, und verkünden bereits denen, die noch nicht zu ihnen gelangt sind und noch hinter ihnen ˹im Diesseits˺ verweilen, dass sie keine Furcht bedrücken wird und dass sie nicht trauern werden.
Vers 171: Sie freuen sich auf eine Gnade und Güte ihres Herrn und darauf, dass Gott den Lohn der Gläubigen nicht vergeudet.
Vers 172: Diejenigen, die der Aufforderung Gottes und des Gesandten folgen, nachdem sie verwundet wurden – denjenigen unter ihnen, die stets gütig und achtsam sind, steht gewaltiger Lohn zu;
Vers 173: ˹das sind˺ diejenigen, zu denen die Leute sagten: „Die Menschen haben sich gegen euch zusammengetan, also fürchtet sie!“ Doch dies bestärkte sie nur in ihrem Glauben, also antworteten sie: „Uns genügt Gott, und wie verlässlich Er doch ist!“
Vers 174: Und so kehrten sie mit Gottes Gnade und Güte heim,31 sie erlitten kein Übel und befolgten das, womit sie Gottes Zufriedenheit erlangen. Und Gott ist voll unermesslicher Güte.
- 31 Hier werden die Muslime angesprochen, die von einer Auseinandersetzung mit den Mekkanern nach Medina zurückkehrten. ↩
Vers 175: So etwas sagt lediglich der Satan, der seine Nächsten verängstigt. Daher fürchtet sie nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr gläubig seid!
Trost für den Propheten ﷺ
Vers 176: So sollen dich nicht diejenigen traurig stimmen, die vorschnell im Unglauben eifern. Sie werden Gott gewiss nie schaden. Gott will ihnen am Jenseits keinen Anteil gewähren. Und ihnen gebührt eine gewaltige Pein.
Göttliche Bestimmung und Prüfung
Vers 177: Diejenigen, die den Unglauben auf Kosten des Glaubens erkaufen, werden Gott gewiss nie schaden, und ihnen droht eine schmerzhafte Strafe.
Vers 178: Diejenigen, die leugnen, sollen ja nicht glauben, dass der Aufschub, den Wir ihnen ˹im Diesseits˺ gewähren, gut für sie wäre! Wir geben ihnen nur Zeit, damit sie schlimmer werden; und ihnen droht eine erniedrigende Qual.
Vers 179: Es ist nicht in Gottes Sinn, euch Gläubige in eurer ˹misslichen˺ Lage zu belassen, vielmehr ˹lässt er dies zu,˺ damit Er das Üble vom Guten trennt. Und es ist nicht in Gottes Sinn, euch Einblick in das Verborgene zu gewähren, vielmehr erwählt Gott unter Seinen Gesandten, wen Er will. So glaubt an Gott und Seine Gesandten! Und wenn ihr glaubt und achtsam32 seid, gebührt euch gewaltiger Lohn.
- 32 Oder: „gottesfürchtig“. ↩
Strafe der Geizigen im Jenseits
Vers 180: Und diejenigen, die mit dem geizen, was Gott ihnen in Seiner Güte gewährte, sollen ja nicht glauben, dies wäre gut für sie, vielmehr ist es schlecht für sie. Sie werden am Tag der Auferstehung mit dem behängt, womit sie geizten. Und Gott gehört das Erbe der Himmel und der Erde. Und Gott ist dessen, was ihr tut, kundig.
Falsche Glaubensvorstellungen
Vers 181: Gott hörte ganz gewiss die Worte derer ˹unter den Juden˺, die sagten: „Gott ist arm und wir sind reich.“ Wir werden verzeichnen, was sie sagten, und auch ihren rechtlosen Mord an den Propheten. Und Wir sagen: „Kostet die Qual des Verbrennens!“
Vers 182: Dies geschieht wegen der Taten, die eure Hände vorausgeschickt haben, und weil Gott die Diener nicht unterdrückt.
Vers 183: Diejenigen, die sagen: „Gott schloss mit uns einen Bund, an keinen Propheten zu glauben, bevor er ein Opfer darbringt, das das Feuer verzehrt“33 – sag ˹ihnen˺: „Vor euch brachten bereits Gesandte klare Beweise und auch das, was ihr da verlangt, doch warum habt ihr sie getötet, wenn ihr ehrlich seid?“
- 33 Jeder Prophet wirkte mit Gottes Erlaubnis Wunder. Einige israelitische Propheten opferten als Wunder ein Tier, worauf vom Himmel ein Feuer herabkam, das das Opfertier verbrannte. ↩
Vers 184: Wenn sie dich ˹o Muhammad˺ dann der Lüge bezichtigen sollten: Es wurden bereits vor dir Gesandte als Lügner bezeichnet, die klare Beweise, die Psalmen und die erleuchtenden Bücher brachten.34
- 34 Mit den Beweisen, den Psalmen und den Büchern sind die Urfassungen der Offenbarungsbücher vor dem Koran gemeint. ↩
Gewissheit des Todes und der Prüfung
Vers 185: Jede Seele wird den Tod kosten. Und euch wird eure ganze Belohnung erst am Tag der Auferstehung gegeben. Wer also vom Feuer weggerissen und ins Paradies geführt wird, der hat sicher gewonnen. Und das diesseitige Leben ist nichts als ein trügerischer Genuss.
Vers 186: Ihr werdet ganz gewiss mit eurem Vermögen und eurem Leben geprüft und ihr werdet sicherlich von denjenigen, denen das Offenbarungsbuch vor euch gegeben wurde, und denen, die andere Götter verehren, viel Belästigung hören. Doch wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid, zählt dies zur Entschlossenheit in den Angelegenheiten.
Der Bund Gottes: der Glaube an jeden Propheten
Vers 187: Und ˹denkt daran,˺ als Gott mit denjenigen einen Bund schloss, denen das Offenbarungsbuch gegeben wurde: „Ihr müsst es den Menschen erklären und dürft es nicht verheimlichen!“ Doch sie verwarfen ihn und verkauften ihn für einen geringen Preis. Und schlimm ist, was sie erkaufen!
Vers 188: Denke ja nicht, dass Leute, die sich über ihre ˹schlechten˺ Taten freuen und für etwas gelobt werden wollen, was sie gar nicht getan haben, der Qual ˹im Diesseits˺ entkommen! Und ihnen droht eine schmerzvolle Qual ˹im Jenseits˺.
Vers 189: Und Gott gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde, und Gott ist zu allem fähig.
Gebet der Rechtschaffenen und ihre Belohnung
Vers 190: In der Schöpfung der Himmel und der Erde und dem Wechsel von Nacht und Tag sind gewiss Zeichen für Leute mit Verstand,
Vers 191: die Gottes stehend, sitzend und auf ihren Seiten liegend gedenken35 und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachsinnen: „Unser Herr, Du hast dies nicht sinnlos erschaffen, rein bist Du ˹von jedem Makel˺, bewahre uns also vor der Feuersqual!
- 35 Die Gläubigen gedenken Gottes in allen Lebenslagen, also nicht nur im Gebet, sondern auch bei der Arbeit oder beim Ausruhen. ↩
Vers 192: Unser Herr, wen Du in das Feuer einlässt, den hast Du bereits erniedrigt. Und die Übertreter haben gewiss keine Helfer!
Vers 193: Unser Herr, wir haben wahrhaftig einen Rufer gehört, der zum Glauben aufruft – dass ihr an euren Herrn glauben sollt –, also haben wir geglaubt. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden, tilge unsere Fehler und lass uns mit den Frommen sterben!
Vers 194: Unser Herr, und gib uns, was Du uns durch Deine Gesandten versprochen hast, und erniedrige uns nicht am Tag der Auferstehung! Du brichst ja gewiss das Versprechen nicht!“
Vers 195: Sogleich erhörte sie ihr Herr ˹und sagte˺: „Ich werde keine einzige Tat eines Handelnden, ob Mann oder Frau, vergeuden; ihr gehört ja zueinander.36 Diejenigen also, die auswanderten, aus ihren Häusern vertrieben wurden, um Meinetwillen belästigt, bekämpft und getötet wurden, deren Sünden werde Ich gewiss tilgen und Ich werde sie wahrhaftig in Paradiesgärten einlassen, unter denen die Flüsse dahinfließen, als Belohnung von Gott. Und bei Gott ist die beste Belohnung!“
- 36 Oder: „ihr stammt ja voneinander ab.“ ↩
Die Leugner und die Gläubigen
Vers 196: Dich darf der Lebenswandel derer, die leugnen, auf Erden nicht täuschen!
Vers 197: Sie haben ein kurzes Vergnügen, dann wird ihre Zuflucht die Hölle sein, und was für eine schlimme Wiege!
Vers 198: Währenddessen gebühren denen, die ihren Herrn achten, Paradiesgärten, unter denen die Flüsse dahinfließen; ewig sind sie darin – eine von Gott gewährte Stätte der Einkehr. Und alles bei Gott ist besser für die Frommen.
Vers 199: Und unter den Anhängern der Buchreligionen gibt es gewiss manche, die an Gott und an das glauben, was zu euch und ihnen herabgesandt wurde – in Ehrfurcht vor Gott. Sie verkaufen Gottes Zeichen nicht für einen geringen Preis. Jenen steht ihr Lohn bei ihrem Herrn zu; Gott ist gewiss schnell im Abrechnen.
Vers 200: O Gläubige! Seid standhaft, ermahnt euch zur Standhaftigkeit, haltet zueinander und fürchtet Gott, auf dass ihr wohl erfolgreich sein werdet!